09.01.2010 - Daniel Hübner - SC Magdeburg, Abt. Leichtathletik

Zeit für eine neue Historie

Wenn man Tom Behrendt vor einigen Monaten erlebt hat bei der Benennung des cash ‘ n fun Juniorteams der Sparkasse, durfte man den Eindruck gewinnen, das Jahr 2008 hinge ihm immer noch ein bisschen nach. Die Verletzungsmisere zog sich durch die Monate wie eine Seuche, die man nicht heilen kann. Der Sport wird dann zu einem Gedankenspiel zwischen Befürchtungen und Hoffnungen. Die Hoffnungen haben letztlich gesiegt.

Es ist der letzte Mittwoch im Dezember, in einem Café in Staßfurt sitzen Tom Behrendt und Stephan Törmer in der obersten Etage. Draußen hat der Winter mit Kälte und Schnee gesiegt. Die beiden Hecklinger starten für den SC Magdeburg – und beide sind beziehungsweise waren verletzt. Stephan, 14 Jahre, und wie Tom Mitglied im cash ‘ n fun Team, ist sechs Wochen auf Krücken gelaufen, Mitte Dezember hat er erst wieder mit den Tempoläufen begonnen. Tom, 15 Jahre, ist “ schon wieder verletzt “, sagt er, eine Zerrung oder Knochenentzündung, aber kein erneuter Ausfall, der ihn weit zurückwerfen könnte. Tom ist gerade vom Training gekommen. Und das Training beim SCM hat nicht wirklich ein zeitlich festgelegtes Ende, flexibel nach hinten hinaus wird das Programm durchgezogen, bis das Ziel der Einheit erreicht ist.
Der Tagesablauf ist für den Sprinter Tom und den Mittelstreckler Stephan eigentlich kein Zuckerschlecken. Um 6 Uhr klingelt der Wecker, um 7 Uhr beginnt die Schule, um 15. 15 Uhr oder etwas später beginnt das Training, um 17 Uhr oder etwas später geht es zurück ins Internat. “ Manchmal ist ein Tag erst gegen Mitternacht beendet “, sagt Stephan, dann ist er auch seinen schulischen Verpflichtungen nachgekommen. Bei Tom “ werden die Tage zum Ende der Woche immer kürzer “, weil der Schlaf seine Zeit irgendwann und immer intensiver fordert. Beide jammern nicht, sie erklären.
Für Tom hat sich einiges geändert nach einem Jahr, “ mit dem ich sehr zufrieden bin “. Zum Beispiel belegte er bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Ohrdruf Rang zwei oder er gewann bei den Landesmeisterschaften Gold mit der Staffel, fernab von allen Titeln im Bezirksmaßstab. In der M 15 stellte er zwei neue Bestleistungen auf. Er lief die 100 Meter in 11, 55 Sekunden, was ihm Rang 22 in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbandes beschert. Im Weitsprung landete er bei 6, 21 Meter, aber nach Beobachtungen im Training ist über Tom bekannt, dass er auch die 6, 50 Meter-Marke knacken kann. Allerdings “ haben wir den Weitsprung wieder abgelegt “, sagt er. Tom ist mit einem Trainerwechsel auch in eine reine Sprintergruppe gekommen. Nachdem er erstmals im vergangenen Jahr Wettkämpfe über die 80 Meter Hürden bestritt, wird die Distanz nun auf die obligatorischen 110 Meter verlängert, denn Tom sprintet seit dem 1. Januar in der B-Jugend. 110 Meter kommen ihm mehr entgegen, “ denn die Abstände zwischen Hürden werden auch größer “, und die Höhe der Hürde ebenso : von 84 auf 91 Zentimeter. “ Ich muss überhaupt noch die Technik verbessern “, sagt er. Tom ist der Sprinter mit dem langen Schritt. Der könnte ihn auch zu den Deutschen Jugendmeisterschaften führen, die in diesem Jahr in Halle ( Halle ) und in Ulm ausgetragen werden. Zumindest soll es für einen Platz in den Staffeln reichen. Auch über die 4 × 200 Meter, 200 Meter ist die längste Distanz, die Tom zu laufen pflegt. “ Aber eigentlich sind sie für mich schon zu lang “, sagt er lächelnd. Und er kann inzwischen lächeln, als hätte es 2008 nicht gegeben.
Stephan Törmer verschwendet keinen Gedanken an seine erste Verletzung überhaupt, auch er hat in diesem Jahr in der M 15 einiges vor, auch auf ihn warten weitere Veränderungen. Und wenn man dann “ pessimistisch herangeht, dann bringt das nichts “, sagt er. Stephan kann das Jahr 2009 derart entspannt Revue passieren lassen, so sehr wurde es von neuerlichen Erfolgen begleitet. Er hat seine Landesmeistertitel verteidigt, er ist bei den Mitteldeutschen Meisterschaften auf Rang eins gelaufen, er ist überhaupt auf den 1 000 Metern weiterhin ungeschlagen. Und im Juni in Haldensleben hat er selbst die deutschlandweite Messlatte so hoch gelegt, dass alle anderen Athleten der M 14 im gesamten Bundesgebiet keine Chance mehr hatten auf Rang eins in der Bestenliste : Er lief in einer 2 : 41, 11 Minuten zum Sieg, zum neuen Landesrekord Sachsen-Anhalts, und er war damit fünf Sekunden schneller als der Zweitschnellste im gesamten Jahr und in Deutschland. Das ist beinahe unheimlich. Er empfindet gerade den Sieg bei den Mitteldeutschen als “ ganz schön überraschend “, sagt er. Aber er weiß auch, bei wem er sich dafür bedanken muss. Die Brüder Lukas und Johannes Motschmann übernehmen in den Läufen die Führungsarbeit, Stephan zieht meist 300 Meter vor dem Ziel das Tempo an. Das ist nicht unbedingt mannschaftstaktisch vorgegeben. Aber die “ Motschmänner “ haben “ ihre eigenen starken Distanzen, so gibt es keinen direkten Konkurrenzkampf “, erklärt Stephan. Lukas und Johannes bevorzugen die längeren Strecken. Auch Stephans Blick ist auf die nationalen Titelkämpfe gerichtet. In diesem Jahr erfolgt die Umstellung auf die 800 Meter. Die Norm liegt bei 1 : 59 Minuten. “ Das ist für mich machbar “, sagt Stephan, der nun in der M 15 startet. Die Alternative wären eine 51 Sekunden über die 400 Meter. Das wiederum “ ist noch zu schnell für mich “.
Der graue Himmel über Staßfurt ist zum Glück an diesem letzten Mittwoch im Dezember kein Stimmungsbarometer. Beide gehen das neue Jahr zuversichtlich an, beide verfolgen ihre neuen Ziele. An diesem Wochenende wollte Stephan bei den Hallen-Landesmeisterschaften in Halle über die 3 000 Meter starten, doch die Veranstaltung fällt aufgrund der schlechten Wetterbedingungen aus. Tom steigt eine Woche später an gleicher Stelle in die Saison ein.
Um sich eine zusätzliche Motivation zu holen, reicht vielleicht der Blick auf die Vereinsrekorde des SCM in der B-Jugend : Den einen hält Heiko Barthel über 100 Meter mit 10, 74 Sekunden, aufgestellt vor mehr als 23 Jahren in Jena, den anderen hält Thomas Lauterbach über 800 Meter in 1 : 50, 39 Minuten, aufgestellt vor über 26 Jahren, ebenfalls in Jena. Nach so vielen Jahren wird es Zeit für eine neue Historie. Der Frühling kann kommen.
[Quelle: Volksstimme, 01.09.2010]

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