06.05.2021 - DKV - Uta Büttner

EM Ivrea: Augenmerk auf Olympia-Quotenplatz C1-Herren – Erster Härtetest für Olympia-Starter

Endlich geht es los: Für die meisten nach mehr als eineinhalb Jahren sind die Europameisterschaften im italienischen Ivrea vom 6. bis 9. Mai die ersten internationalen Wettkämpfe. Und für die Candier-Herren sind sie die letzte Möglichkeit, den Olympia-Startplatz für Deutschland zu sichern. Mit Russland und Ausrichter Italien gibt es zwei weitere Mitbewerber. Besonders die Italiener möchten natürlich ihren Heimvorteil nutzen. Wer den Quotenplatz holt, der darf dann auch nach Tokio fliegen.

Deutsche C1-Paddler unter Druck
Bereits voriges Wochenende reisten die Athletinnen und Athleten in das kleine Städtchen im Nordwesten von Italien, in der Region Piemont gelegen, um sich auf der naturnahen Strecke des Flusses Dora Baltea vorzubereiten. Einzig Canadier-Spezialist Franz Anton aus Leipzig hatte Anfang April an einem Wettkampf in Ivrea teilgenommen, um schon einmal die Strecke zu testen. „Dadurch bin ich etwas relaxed in der Herangehensweise. Auch die Nervosität macht sich aktuell noch nicht breit“, sagt der Weltmeister von 2018. „Im Training konnten wir hier viel ausprobieren“, sagt er mit viel Optimismus den Wettkämpfen entgegensehend. Er und sein Augsburger Teamkollege Sideris Tasiadis, Weltranglistenerster, haben den größten Druck im deutschen Team. „Man konnte sich seit der WM im September 2019 nicht wieder mit den anderen Nationen messen. Aber ich blicke voller Freude und Optimismus auf die Wettkämpfe. Ich freue mich einfach, am Start zu stehen und mein Bestes zu zeigen“, sagt Tasiadis. Er gehe mit einem guten Gefühl in die EM. Im Schatten der beiden Etablierten im Team kann der dritte deutsche C1-Paddler, Timo Trummer, vielleicht für eine kleine Überraschung sorgen. Der Zeitzer geht unbekümmert an den Start. „Ich freue mich sehr endlich wieder internationale Wettkampf Luft zu schnuppern. Vor allem auch, weil es mein erster richtiger Einsatz bei einem Leistungsklasse Event ist“, sagt der 25-Jährige. „Die Strecke finde ich sehr gut, und ich fühle mich auch trotz der knappen Vorbereitung gut darauf vorbereitet. Ich gehe ganz gelassen an den Wettkampf und möchte nur meine bestmögliche Leistung zeigen. Das Ergebnis sehen wir dann hoffentlich am Sonntag.“

Olympia-Starter freuen sich auf internationalen Vergleich
Für die bereits für Olympia Qualifizierten geht es darum, Wettkampfhärte zu erlangen. Die Bad Kreuznacherin Ricarda Funk kann es kaum erwarten, endlich bei einem internationalem Großereignis wieder am Start zu stehen. „Es ist schön, endlich mal wieder die ganzen internationalen Gesichter zu sehen“, sagt die Kajakfahrerin erfreut. Da nehme sie gerne in Kauf, was in Pandemie-Zeiten nötig ist, wie PCR-Test vor der Anreise, ein zweiter an der Wettkampfstrecke und mehrere Schnelltest im Laufe der Woche. Kajak-Kollege Hannes Aigner aus Augsburg sagt mit Blick auf die EM, „es ist ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele, um das aktuelle Leistungsvermögen und die Wettkampfroutine zu überprüfen. Das Training verlief insgesamt sehr gut und ich bin gespannt, wie ich zum jetzigen Zeitpunkt im Vergleich zur internationalen Konkurrenz aufgestellt bin.“

Das sagen die Olympia-Ersatzboote
Doppelstarterin Elena Apel aus Augsburg, die in beiden Disziplinen Olympia-Ersatzfahrerin ist, hatte als eine der Jüngerin ebenso wie C1-Weltmeisterin Andrea Herzog aus Leipzig das Glück, im vorigen Jahr bei den U23-Europameisterschaften zu starten. „Nichtsdestotrotz freue ich mich, wieder mit dem A-Team unterwegs zu sein. Auf Grund der relativ kurzen Vorbereitung ist es noch ein bisschen schwer, das Wasser hier richtig einzuschätzen“, sagt Apel. „Es pulsiert viel und ist doch sehr wechselhaft. Man muss also schnell reagieren können. Meine letzte Einheit hier am Mittwoch konnte ich mit einem ruhigen Gewissen beenden. Nun bin ich gespannt, was für Wettkampfstrecken auf uns zu kommen werden.“ Olympia-Ersatzfahrer im Kajak, Tim Maxeiner, sagt im Vorfeld der EM: „Ich habe eineinhalb Jahre hart gearbeitet und hoffe, dass ich mich in der kommenden Saison dafür belohnen kann. Im Optimalfall natürlich gleich an diesem Wochenende. Infolgedessen, dass wir coronabedingt vorab nicht zum Training nach Ivrea reisen konnten, ist die Vorbereitungszeit für diese spezielle Strecke natürlich schon sehr kurz.“ Trotzdem möchte der Wiesbadener die Wettkämpfe offensiv angehen und die guten Trainingsergebnisse der letzten Monate bestätigen.

Zurück im A-Team
Die Leipzigerinnen Cindy Pöschel im Kajak und C1-Paddlerin Lena Stöcklin haben sich in diesem Jahr wieder in das A-Team gepaddelt. „Nach circa acht Jahren ist der Wettkampf in Ivrea meine erste Europameisterschaft. Ich bin froh darüber, dass diese trotz der aktuellen Corona-Situation ausgetragen werden kann“, sagt Pöschel voll Vorfreude. „Ich bin das erste Mal hier und muss gestehen, dass das Training anfangs eine wirkliche Katastrophe war. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und ich würde sie aktuell nicht als meine Lieblingsstrecke bezeichnen“, sagt sie mit einem Lachen. „Ich habe in der kurzen Zeit versucht, so viele Varianten wie möglich zu trainieren. Trotz alledem gehe ich mit gemischten Gefühlen in den Wettkampf, da ich momentan nicht weiß, wo ich international mit meiner Leistung stehe. Aus diesem Grund liegt mein Fokus auf einem möglichst fehlerfreien Lauf, ohne große Ecken und Kanten.“ Für Stöcklin sind internationale Gewässer nicht ganz so lange her. Dennoch, so sagt sie, „nach eineinhalb Jahren fast ausschließlich nur Training im Kanupark Markkleeberg ist die Strecke hier auf jeden Fall eine enorme Herausforderung. Wir haben die kurze Vorbereitungszeit zwar bestmöglich genutzt, es bleiben dennoch ein, zwei Unsicherheiten wie manche Kombinationen am besten zu bewältigen sind. Trotz allem freue ich mich riesig, endlich wieder international an den Start zu gehen. Ich habe hart an mir gearbeitet und hoffe, dass ich es dieses Jahr international endlich mal wieder schaffe, meine Leistung, die im Training relativ konstant funktioniert, auch auf eine Wettkampfstrecke zu bringen. Ein besonderes Highlight nach dieser langen Pause, geprägt von Isolation und möglichst wenig Kontakten, ist auf jeden Fall auch das Mannschaftsrennen.“

Die Besonderheiten der Strecke in Ivrea
Die Strecke hat einen Naturcharakter. Deshalb ist sie nicht vergleichbar mit den ansonsten, üblichen Kanälen. „Sie ist sehr anspruchsvoll und speziell“, sagt Anton, dem alle anderen zustimmen. Aufgrund der fast ausschließlich gewöhnten künstlichen Wildwasserkanäle sei für die Deutschen eine naturbehaftete Strecke schwer zu befahren. Denn das Wasser verhält sich einfach anders. So sagt Funk, „an die Strecke muss man sich erst einmal gewöhnen. Das Wildwasser ist technisch sehr anspruchsvoll.“ Auch sie sagt, „man muss sich umstellen, denn wir haben hier ganz normale, große Steine und damit ein Wasser mit eher natürlichem Charakter.“ Das Training habe einfach nur Spaß gemacht. Zudem kommt natürlich das Wetter. „Es tut wirklich mal gut, bei schönem Wetter zu fahren. Bei wenig Wind und bei Sonnenschein, nachdem wir einige Wochen mit winterlichen Temperaturen und Wetterbedingungen zu kämpfen hatten“, sagt die 29-Jährige.

Die erste EM im Kanu-Slalom X-trem
X-trem-Weltmeister Stefan Hengst vom KR Hamm und WM-Bronze-Medaillengewinnerin Caroline Trompeter von der SKG Hanau starten bei den ersten Europameisterschaften im Kanuslalom X-trem. Die 26-Jährige ist die erste Weltmeisterin in dieser Sportart. 2017 gewann sie Gold.
Hengst hat sich zudem in das Slalom-A-Team gepaddelt. Er freut sich auf sein großes Programm bei der EM. „Ich war schon immer eine Riesenfan von Boatercross. Aber auf Kanu-Slalom lege ich mein Augenmerk. Mal schauen, ob ich mit guten Ergebnissen aus Ivrea nach Hause fahre“, sagt der 27-Jährige.

Die Mannschafts-Wettbewerbe im Kanu-Slalom
Auch bei dieser EM werden Mannschaftswettbewerbe in allen vier Disziplinen ausgetragen. Sie stehen am Freitag auf dem Programm. Dabei starten drei Nationen-Boote hintereinander. Die Zeit wird beim letzten Boot genommen. Beim Mannschaftsfahren gilt es, so nahe wie möglich hintereinander zu fahren, um keinen zu verlieren. Dabei ist es eine Kunst, sich nicht gegenseitig zu behindern. Rückblick 2019: Bei der EM im Pau (Frankreich) holten die Damen im K1 und C1 Silber, die K1-Herren gewannen Bronze. Bei der WM in Seu (Spanien) gingen die Deutschen leer aus.

Text Uta Büttner




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