19.09.2013 - Guido Behling - SC Magdeburg, Abt. Kanu

Dreifach Gold für Nina Krankemann bei der Deutschen Meisterschaft der Rennkanuten in Köln

Weit über 1000 Sportler, Trainer und Betreuer aus 115 Vereinen Deutschlands trafen sich in der vergangenen Woche von Dienstag bis Sonntag in Köln um ihre Deutschen Meister im Kanu-Rennsport auf den olympischen und nichtolympischen Strecken zu ermitteln.

Bei herbstlichen Temperaturen, ständigen Regenschauern und frischen Wind wurde den Athleten und Betreuern am Fühlinger See mal wieder großes Durchhaltevermögen abverlangt. Die Abteilung Kanu des SC Magdeburg war mit 35 Sportlern einschließlich der für das Kanuteam Sachsen-Anhalts startenden Schüler der AK 13 und 14 nach Köln gereist.


In der Gesamt-Medaillenabrechnung aller 115 Vereine belegte der SCM einen hervorragenden dritten Platz (7xGold, 8xSilber, 3xBronze) hinter den überragenden Sportlern des KC Potsdam (38xG, 25xS, 13xB) und der Kanuvereinigung Nordrhein-Westfalen – einem Zusammenschluß mehrerer kleiner Vereine aus genanntem Bundesland (9G, 6S, 13B).


 

Weitere fünf Medaillen (2/1/2) erkämpften die für das Kanuteam startenden Schüler und landeten damit auf Rang 15 im Gesamt-Medaillenspiegel.


 

Überragende Teilnehmerinnen aus Magdeburger Sicht waren die in diesem Jahr schon bei der Junioren-WM erfolgreichen Nina Krankemann und die ein Jahr jüngere und im nächsten Jahr nochmal im Juniorenbereich startberechtigte Jasmin Fritz. Nina gewann den K1 über 1000m souverän vor Jasmin, die sich in einem packenden Schlußspurt noch Silber sicherte. Dass sich die beiden besten 1000m-Paddlerinnen zusammen im K2 über 1000m und auch über 5000m die Titel sicherten, konnte man fast schon als logische Konsequenz ihrer Überlegenheit auf den langen Strecken ansehen. Als Zugabe gab es noch zweimal Silber über 500m sowohl im Einer Nina Krankemann, als auch im K2 Krankemann-Fritz wieder zusammen in einem Boot.


Eine weitere Silbermedaille im Juniorenbereich erkämpften Beume-Horenburg im K2 über 5000m.


 

In der Leistungsklasse sicherte sich der alte und neue Weltmeister Erik Leue im Einercanadier einen kompletten Medaillensatz. Über 500m mußte er sich im Fotofinish um 0,07 Sekunden geschlagen geben und gewann Silber. Über 1000m schlug Erik dann zurück –  diesmal 0,5 Sekunden Vorsprung und Gold im C1 1000m. Seinen Medaillensatz komplettierte er über 200m mit Bronze. Weitere zwei Goldmedaillen erkämpften die Canadierfahrer Yul Oeltze und der ebenfalls bereits WM-erfahrene Chris Wend über 1000 und 5000m im C2.


 

Der schnellste Paddler Deutschlands im Jugendbereich heißt Tim Weiß, kam ehemals von Burg nach Magdeburg und lernt am Magdeburger Sportgymnasium. Im Sprint über 200m verteitigte der Abiturient seinen Titel nach großer Aufregung im Vorfeld am Ende souverän! Seine Eltern, Freunde und Betreuer freuten sich mit dem jungen Athleten. Eine zweite Einzelmedaille im Kajakbereich der männlichen Jugend gewann der ehemalige Schönebecker  Jonas Seilz. Er gewann Bronze im K1 über 1000m. Im K4 über 500m gewannen die beiden zusammen mit ihren Mannschaftskameraden Julius Schütt und Paul Kremkau ebenfalls Bronze.


Im jugendlichen Canadierbereich war mal wieder auf Felix Gebhardt Verlaß. Er gewann auf den olympischen Distanzen (200/1000m) jeweils Silber im C1.


 

Bei den Schülern hießen die Erfolgsgaranten Josephin Bergmann bei den Mädchen und Paul Laabs, Jan Sangen-Emden und Christian Würth bei den Jungen. Fine erkämpfte sich über 2000m die Silbermedaille und war mit Platz sechs auch über 1000m vor dabei. Paul Laabs kränkelte zu Wochenbeginn leicht, ließ den Mehrkampf am Dienstag weg und wurde dann von Tag zu Tag stärker. Bei den ersten Finals am Freitag und Samstag erkämpfte sich Paul zweimal Bronze im K1 über 1000m und im K2 500m zusammen mit dem Schönebecker Jan Sangen-Emden. Am Sonntag schlug er dann nochmal richtig zu und gewann die lange Strecke im K1 über 2000m. Überraschend, aber dafür um so schöner war der K2 über 2000m. Hier gewann Jan Sangen-Emden mit dem ebenfalls aus Schönebeck kommenden Christian Würth Gold. Damit sicherten sich die beiden die neunte Goldmedaille bei diesen Meisterschaften für die Rennkanuten aus Sachsen-Anhalt.





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