29.06.2015 - Pamela Ruprecht

ERDGAS Mehrkampf Meeting: Jennifer Oeser löst in Ratingen das WM-Ticket

Jennifer Oeser
Jennifer Oeser
Starke Comeback-Saison: Siebenkämpferin Jennifer Oeser hat am Sonntag in Ratingen mit Platz zwei und 6.306 Punkten den dritten WM-Startplatz für Peking (China; 22. bis 30. August) ergattert. Ihre vor der letzten Disziplin um 103 Punkte zurückliegende Konkurrentin Lilli Schwarzkopf war aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zu den 800 Metern angetreten. Im Zehnkampf siegte Michael Schrader mit 8.419 Punkten.

Das Mehrkampf-Meeting in Ratingen brachte als finaler Wettkampf um die WM-Qualifikation für Peking mit Jennifer Oeser die letzte Besetzung des sechsköpfigen DLV-Teams hervor. Die Leverkusenerin steigerte sich in ihrem zweiten Siebenkampf nach ihrer Baby-Pause auf 6.306 Punkte und konnte damit klar die WM-Norm (6.150 Pkt) überbieten, die sie in Ulm noch um vier Punkte verpasst hatte. "Ich wollte national wieder anschließen, das hat geklappt", freute sich die Zweitplatzierte, obwohl die WM in ihrem langfristigen Plan gar nicht das vorrangige Ziel war.

An den anderen Startplätzen für Peking änderte sich nichts mehr. Ex-Europameister Pascal Behrenbruch (LG Eintracht Frankfurt; 3. Platz; 7.826 Pkt) war nicht in der Form, in die dafür notwendigen Leistungsbereiche vorzudringen. Mit bereits erfüllter Norm Ende Mai in Götzis (Österreich) können Kai Kazmirek (LG Rhein-Wied; 8.462 Pkt), Rico Freimuth (SV Halle; 8.380 Pkt) und Michael Schrader (SC Hessen Dreieich) mit der Reise nach China planen.

Michael Schrader mit Steigerungspotenzial

Der Vize-Weltmeister freute sich über den Sieg in Ratingen vor dem Südafrikaner Willem Coertzen (8.341 Pkt). Er konnte seine Saisonbestleistung auf 8.419 Punkte steigern. Mit mehreren Einzelleistungen war er aber nicht ganz zufrieden. Besonders im Weitsprung machte er es am Samstag spannender, als ihm lieb war: nach zwei Ungültigen flog er auf starke 7,81 Meter.

Im Stabhochsprung versuchte er sich noch vergeblich an einer neuen Bestmarke (5,20 m) und im Speerwurf hörte er nach einem Versuch im Sparmodus (56,57 m) aus Rücksicht auf seinen Arm auf, was das Gesamtresultat geringer ausfallen ließ. Auch blieb er an mehreren Hürden hängen, was nicht so geplant war.

"Ich bin topfit"

Mit Luft nach oben blickt Michael Schrader deshalb positiv nach Peking: „Ich bin topfit, mir tut nichts weh, kann ich stolz sagen.“ In einem zweiwöchigen Trainingslager in Kienbaum werden die Grundlagen für die WM gelegt, bei der er einen Platz auf dem Podium angreifen will. „Dort will ich in einigen Disziplinen noch besser abschneiden.“ Eventuell schiebt er Ende Juli noch einen Start im DM-Weitsprung in Nürnberg ein.

Der Zehnkampf in Ratingen war für viele Athleten keine runde Sache. Rico Freimuth beendete den Wettkampf nach Tag eins, um sich für die weitere Saison zu schonen. Kai Kazmirek verzichtete auf die langen Läufe und den Speerwurf, ebenso Tim Nowak (SSV Ulm 1846), der die Gelegenheit für einen erfolgreichen Test unter ernsten Bedingungen für die U23-EM in Tallinn (9. bis 12. Juli) nutzte.

So blieb zwar die Spannung um die WM-Qualifikation aus, das Publikum, trug die „Könige der Athleten“ dennoch enthusiastisch durch den Wettkampf. Über beide Tage waren mehr als 7.200 Zuschauer im Stadion - "das Wohnzimmer" der deutschen Mehrkämpfer, wie es Zehnkampf-Bundestrainer Rainer Pottel bezeichnete.

Lilli Schwarzkopf muss passen

Eine spannende Entscheidung um das dritte WM-Ticket bahnte sich lange im Siebenkampf an. Nachdem Carolin Schäfer (TV Friedrichstein Alt Wildungen; 6.547 Pkt) und Claudia Rath mit ihren Götzis-Punktzahlen enorm vorgelegt hatten, war nur noch ein Platz frei, den die beiden internationalen Medaillengewinnerinnen Lilli Schwarzkopf und Jennifer Oeser unter sich ausmachten.

Nach einer starken Speerwurf-Leistung (50,02 m) sagte Lilli Schwarzkopf (LG Hannover) jedoch den 800-Meter-Start ab, in dem sie sieben Sekunden auf Jennifer Oeser hätte aufholen müssen, um kein gesundheitliches Risiko einzugehen - sie war schon angeschlagen angetreten. „Meine Kräfte reichen hierfür nicht“, erklärte die Olympia-Zweite.

Mit einem beherzten Auftritt über die zwei Stadionrunden (2:08,91 min) überzeugte zum Abschluss Claudia Rath, die mit 6.290 Punkten Dritte wurde. Ihre Trainingskollegin Carolin Schäfer hielt es ähnlich wie Kai Kazmirek und ließ die anstrengenden Läufe wegen der Nachwirkungen einer Erkältung raus. Die EM-Vierte glänzte unter anderem im Hochsprung (1,84 m) und demonstrierte am Wochenende, dass in Peking mit ihr zu rechnen ist.

Anouk Vetter holt sich den Sieg

Mit der gleichen tollen Hochsprung-Höhe zeigte auch Jennifer Oeser, dass sie in einzelnen Disziplinen schon wieder an ihr bestes Leistungsniveau herankommt. Im Vergleich zu Ulm konnte sich die WM-Zweite von 2011 beispielsweise unter großem Jubel im Kugelstoßen (14,23 m) verbessern. „Es war mir wichtig, wieder reinzukommen und einen tollen Wettkampf zu machen“, sagte sie mit Rückblick auf ihre lange Auszeit.

Besser als Jennifer Oeser war in Ratingen nur die Niederländerin Anouk Vetter (6.387 Pkt), die besonders mit einem weiten Speerwurf auf 52,75 Meter beeindruckte und den DLV-Lokalmatadorinnen den Heimsieg wegschnappte.

Bundestrainer zufrieden

Eine "richtige Siebenkämpferin" ist nach ihrem Auftritt in Ratingen nun auch Cindy Roleder (SC DHfK Leipzig; 6.055 Pkt). Die EM-Dritte im Hürdensprint durchbrach zum ersten Mal die 6.000-Punkte-Marke, auch dank eines neuen Meeting-Rekordes über 200 Meter (23,68 sec).

Ihr Trainer Wolfgang Kühne war mit den Leistungen seiner Athleten zufrieden. Der Siebenkampf-Bundestrainer fährt mit insgesamt vier Athleten seiner Trainingsgruppe nach Peking - zwei Zehnkämpfer (Schrader und Freimuth), eine Siebenkämpferin (Jennifer Oeser) und Cindy Roleder, die die WM-Norm im Hürdensprinter hat. „Jennifer Oeser hat sich für 2016 eine gute Ausgangsposition verschafft“, schaut er in die Zukunft. Die Weltspitze sei eng zusammen, aber die DLV-Mehrkämpfer haben schon oft eine gute Rolle gespielt.

 http://www.leichtathletik.de/news/news/detail/jennifer-oeser-loest-in-ratingen-das-wm-ticket/




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Qualifikation für Para-Kanu-Nationalmannschaft

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Neue Laufbahnberaterin am OSP Sachsen-Anhalt

01.07.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Mit Dr. Anne Schmidt nimmt am heutigen Tag die neue Laufbahnberaterin am OSP Sachsen-Anhalt für den Standort Magdeburg ihre Arbeit auf. Nach mehr als 38 Jahren hat sich der langjährige und verdienstvolle Laufbahnberater Harald Broschat gestern in den Ruhestand verabschiedet.

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Harald Broschat, der Arbeitskreis schließt sich

30.06.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Heute hat unser langjähriger und verdienstvoller Mitarbeiter, Harald Broschat, seinen letzten Arbeitstag. Wir wünschen ihm nun für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und möchten uns an dieser Stelle für seinen langjährigen aktiven Einsatz für den Leistungssport in Sachsen-Anhalt, ganz besonders am Standort Magdeburg, bedanken.

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Schlüsselübergabe am Ruder-Kanal in Halle

22.06.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Am heutigen Tag wurde der Ersatzneubau, des bei dem Saalehochwasser 2013 stark beschädigten Gebäudes am Ruder-Kanal, durch den Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand, übergeben. Die Maßnahme wurde vollständig über den Fluthilfefonds des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Somit somit können sich die Ruderer des Leistungsstützpunktes über die nun sehr guten Rahmenbedingungen freuen.

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Übergabe Opel Corsa an Jasmin Fritz

19.06.2020 - BSP Kanu
Am Dienstag erfolgte die Übergabe eines Autos durch den Sponsor Peter Netzeband an unsere Kanutin Jasmin Fritz. Die Firma Netze Bau unterstützt, mit der zur Verfügungstellung eines Opel Corsas Jasmins Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio. Firmeninhaber Peter Netzband will damit deutlich signalisieren, dass die Unterstützung von Jasmin wichtig und eine Investition in die Zukunft ist. Auch wenn es im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften für Jasmin Fritz im Kajakzweier nur zum 10. Platz gereicht hat, kann sie zukünftig wieder zur absoluten Weltspitze gehören.

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Bundesförderprogramme für Sportstätten und Sporträume

02.06.2020 - DOSB - Presse
Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es 2020?

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Abschied und Aufbruch!

29.05.2020 - OSP
Heute hat unsere verdienstvolle und langjährige Mitarbeiterin, Margot Barnikol, ihren letzten Arbeitstag. Wir wünschen Ihr nun für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und möchten uns an dieser Stelle für Ihren langjährigen aktiven Einsatz für den Leistungssport in Sachsen-Anhalt, ganz besonders am Standort Magdeburg, bedanken.

Wem Sie in dieser Zeit mit Rat und Tat kompetent zur Seite stand und wer Ihr hier am Olympiastützpunkt begegnet ist, würde sich wie ein Who-is-Who des Magdeburger, wenn nicht gar des deutschen Sports lesen und mit Sicherheit den Rahmen sprengen.

Wir sagen ganz herzlich DANKE und wünschen Ihr, neben viel Gesundheit, alles Gute für die nun anbrechende neue Lebensetappe und freuen uns jederzeit auf einen Besuch von Ihr an alter Wirkungsstätte.

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Videobotschaft an die Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Tokio

01.04.2020 - OSP | LSB Sachsen-Anhalt
Liebe Sportlerinnen und Sportler,
Liebe Trainerinnen und Trainer,

Nach der Entscheidung des IOC zur Verlegung der Olympischen Sommerspiele und der Paralympics in Tokio auf den Sommer 2021 wenden sich die Präsidentin des LSB Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange, und der Leiter des OSP Sachsen-Anhalt, Helmut Kurrat, heute mit folgender Videobotschaft an die Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Tokio sowie an ihre Trainerinnen und Trainer.

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Rundbrief des OSP zur aktuellen Situation

30.03.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Liebe Sportler*innen,
Liebe Trainer*innen,

die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sind um ein Jahr verschoben. Damit verbunden waren für euch Ziele, Hoffnungen und Planungen, die es nun gilt, neu zu sortieren und den Raum von etwaigen verständlichen Enttäuschungen für neue Vorhaben weichen zu lassen. Der weltweite Sport und auch der Sport hier in eurer Heimat hält inne und atmet im Moment tief durch, aber lässt vielleicht auch Platz für eine Regenerationspause.

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Statement des BSSA zur Verlegung der Spiele Tokio 2020

26.03.2020 - BSSA
Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) begrüßt, ebenso wie der Deutsche Behindertensportverband und leistungssporttragende Vereine in Sachsen-Anhalt, die klare Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), die Spiele von Tokio 2020 zu verschieben.

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Corona-Virus: Aktuelle Empfehlung des LSB Sachsen-Anhalt

13.03.2020 - Frank Löper
Die Ausbreitung des Corona-Virus hat neben den Auswirkungen auf unseren Alltag und die Wirtschaft inzwischen auch gravierende Auswirkungen auf den Sport und das Sporttreiben in Deutschland. Auch zahlreiche Sportvereine und -verbände in Sachsen-Anhalt sind bereits direkt von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona- Virusinfektion bei Punktspielen, Wettkämpfen oder Trainingslagern betroffen. Der Vorstand des LSB Sachsen-Anhalt steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit den zuständigen Ministerien und Behörden. Aktuell gibt er folgende Empfehlungen.

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Bob-WM: Deutscher Dreifacherfolg im Viererbob – Friedrich kürt sich zum Doppel-Weltmeister von Altenberg

02.03.2020 - BSD - Presse
• Gold für Francesco Friedrich

• Silber für Johannes Lochner

• Bronze für Nico Walther

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Thomas Berlemann neuer Vorstandsvorsitzender der Sporthilfe

25.02.2020 - Stiftung Deutsche Sporthilfe
Ex-Telekom-Manager folgt auf Michael Ilgner / „Eigengewächs“ Thomas Gutekunst wird zum Vorstand Athletenförderung berufen / Vorstandsmandat von Oliver Rau verlängert

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