12.10.2015 - BSV Halle | Presse

Becker/Henze gewinnen bei den German Masters

Marcus Becker und Stefan Henze
Marcus Becker und Stefan Henze
(TG/Holibu) Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. So war das allgemeine Motto der diesjährigen German Masters auf dem neu gebauten Wildwasserkanal in Hohenlimburg. Die Deutschen Meisterschaften der über 32 jährigen bis über 70 jährigen erwartete weit über 170 Aktive mit 230 Starts aus ganz Deutschland um die besten Platzierungen ihrer Altersklasse auszufahren. Marcus Becker und Stefan Henze hielten als einzige Medaillengewinner die BSV Fahne hoch.

Die neun „alten“ Böllberger Kanuten nahmen schon am Donnerstag den 8.10.2015 Fahrt auf, um den Kanal an der Lenne zu Testen. Erste Trainingseinheiten waren ab Donnerstag möglich und wurden ausgiebig bis Freitag genutzt um am Samstag fit auf der neuen Strecke zu sein. Die Konkurrenz war sehr stark, die Strecke anspruchsvoll gehangen und man schenkte sich nichts.

Das BSV Paradeboot mit den Ex-Weltmeistern und Olympiamedaillengewinnern Marcus Becker und Stefan Henze dominierten über ihre Canadier-Zweier Konkurrenz gewohnt souverän im Einzel und in der 3xC2 Mannschaft der Renngemeinschaft Sachsen-Anhalt mit Oliver Muschner / Patric Muschner (MSV Buna Schkopau) und den viert platzierten der Olympischen Spiele von 1996, Manfred Berro / Michael Trummer (KV Zeitz). Leider blieben das die einzigen Medaillen an diesem harten Wettkampftag für den BSV Halle.

Rolf Herrmann als „verwöhnter“ Medaillengewinner der vergangenen German Masters, biss sich in diesem Jahr die Zähne an der Konkurrenz aus. 1,22 Sekunden fehlten ihm am Schluss zum Kajak-Medaillenplatz drei, im Canadier-Einer belegte er Platz sieben. Auch in den Mannschaftswettbewerben 3xC1 mit Dirk Marker und Volker Busch (Platz 5) und 3xK1 mit Sebastian Winter und Harald Gimpel (Platz 7) waren keine Medaillen drin. Das schmerzte ihn insbesondere in der Einzeldisziplin Kajak sehr: „Ich kann die Stelle aufmalen wo ich noch einmal hätte Gas geben können, ich habe es nicht gemacht und gehe nun leer aus". Mit seinen 57 Jahren hat „Herrminator“ Herrmann noch einen beeindruckenden Ehrgeiz, in allen seiner am Wettkampftag sechs Wertungsläufe, nur das Beste zu geben. Auch Annett Esbach ging in den zwei favorisierten Wettkämpfen K1 (Platz 4) und C1 (Platz 5) ohne erträumte Medaille nach Hause. „Ich nehme jede Menge Erfahrung mit nach Hause und fühle mich in fremden Wildwasser-Terrain nun wesentlich sicherer“ war ihr Fazit der Wettkämpfe. Das von allen erwartete Toprennen des Tages, Kajak der Altersklasse A war eine Leistungsschau der noch jungen Wildwasserspezialisten. Robert Süßenbach (LKC Leipzig) legte mit 89,34 Sekunden und einer fehlerfreien Fahrt die Messlatte so hoch, dass der am Schluss viert platzierte BSV Fahrer Sebastian Winter schon nach dem ersten Lauf sagte: „die Zeit knacke ich heute nicht".

Für die anderen „Alten“ BSV Athleten bestand dieser Wettkampf in den Einzeldisziplinen mehr in der Herausforderung: sauber runterkommen, kein Tor auslassen, nicht letzter werden. Das haben alle erreicht: 11. Platz C1 /AK B+C – Volker Busch, 12. Platz C1 /AK B+C – Dirk Marker, 29. Platz K1 /AK B – Steffen Schwarz, 35. Platz K1 /AK C – Tom Grunwald, 18. Platz 3xK1 – Tom Grunwald / Dirk Matuschek / Ronald Schmieder (RG Sachsen-Anhalt).

Die im Anschluss stattgefundene Siegerehrung im Rathaus von Hohenlimburg war für alle bewegend. Die großartigen Leistungen der Medaillengewinner wurden ausnahmslos und Verein übergreifend euphorisch bejubelt. Danach ging es mit der „After-Race-Party“ genau so sportlich zur Sache wie im Wettkampf. Hier saßen sie wieder zusammen: die Weltmeister, Europameister, Olympiateilnehmer und –medaillengewinner, ehemalige und derzeitige Nationalmannschaftstrainer und die vielen Wildwasser Enthusiasten, die sich und ihre Sportart bis in die frühen Morgenstunden feierten. Ausnahmsloses Standvermögen, tolle Gespräche und Tanz bis tief in den Morgen hinein zeigten dem Veranstalter des KC Hohenlimburg, dass Wettkampf und Party zusammen gehören und das es allen sehr gut gefallen hat.




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07.02.2019 - DOSB-Presse
Zugegeben – diese Überschrift ist so banal wie fundamental. Sportstätten sind Voraussetzung zum Sporttreiben. Sportstätten sind langlebig und sichern uns die kontinuierliche Ausübung von Sportaktivitäten. Sportstätten bedürfen aber auch der kontinuierlichen Pflege. Wenn das nicht ausreichend geschieht, wird am Ende jede Sportstätte zum Sanierungsfall. Wer will das schon?

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