05.12.2016 - DOSB | Presse

Hörmann: Rückenwind für die Umsetzung der Reform

Bei einer Gegenstimme und fünf Enthaltungen stimmten 439 Stimmberechtigte für die Beschlussvorlage des DOSB-Präsidiums. 98,6 Prozent Zustimmung seien zum einen eine schöne Bestätigung für alle, die seit zwei Jahren an diesem Konzept gearbeitet hätten, sagte Alfons Hörmann. „Es ist aber auch Rückenwind, den wir benötigen für die Umsetzung. Denn die eigentlich schwierigen Aufgaben kommen jetzt noch.

Das vom DOSB und dem Bundesministerium des Innern (BMI) unter Mitwirkung der Sportministerkonferenz der Länder vorgelegte Konzept definiert die Eckpunkte der Reform. Gleichzeitig wird festgestellt, dass es einer Fortschreibung der Inhalte sowie einer Weiterentwicklung und Spezifizierung der Maßnahmen bedürfe. Die große Mehrheit der Versammlung nahm dafür einen Beschlussvorschlag an, der tags zuvor nach, so Hörmann, „wertvollen, intensiven und hochinteressanten Gesprächen“ noch in einigen Formulierungen ergänzt worden war. So wurde unter anderem noch die Einbindung der Athletenvertreter in die Strukturgespräche aufgenommen.

Erarbeitete Harmonie

Damit war die Grundlage für eine insgesamt erfolgreiche Mitgliederversammlung gegeben“, ergänzte der DOSB-Präsident. „Der Sport hat sich teamorientiert zusammengerauft, wir haben um die gemeinsame Sache gekämpft.

Dieses sei eine der kürzesten Mitgliederversammlung gewesen, sagte der DOSB-Vorstandsvorsitzende Michael Vesper zum Abschluss des Tages. „Aber diese Harmonie musste erst erarbeitet werden. Jetzt ist ein Meilenstein gesetzt: Wir wissen jetzt, dass und wie es weitergeht.

Erfreut zeigte sich auch Ole Bischof, DOSB-Vizepräsident Leistungssport, der den Beschluss der Versammlung kurz vorgestellt hatte. „Es ist ein enorm wertvoller Beschluss für die nächste Generation.

Vor der Abstimmung hatte auch Hörmann in seiner Rede um Zustimmung gebeten. Das Projekt sei „ein wichtiger Schritt“, es setze zukünftig die Leitplanken. In den vergangenen zwei Jahren sei in einer Intensität über den Leistungssport diskutiert worden, wie es Jahre oder Jahrzehnte wohl nicht passiert sei. Doch mit der Verabschiedung der Reform werde die Arbeit erst beginnen. „Wir gehen jetzt gemeinsam an den Start“. Es werde Widerstand und Gegenwind geben, „kein Schönwetter-Segeln, wir werden auf rauer See unterwegs sein“, kündigte Hörmann an. „Wir werden versuchen, das Schiff auf Kurs zu halten. Nicht woher der Wind weht, sondern wie wir die Segel setzen, entscheidet. Unterstützen Sie uns dabei aktiv und wohlwollend.

Hörmann dankte auch der Stiftung Deutsche Sporthilfe. „Besser hätten wir es gemeinsam nicht umsetzen können, das Konzept mit der Förderung der Sporthilfe zu verbinden“, sagte er zum Vorstandsvorsitzenden Michael Ilgner.

„Erst das Konzept, dann das Geld“

Bundesinnenminister Thomas de Maizière war nicht nach Magdeburg gereist, weil er an der Beerdigung des Bundestags-Vizepräsidenten Peter Hintze teilnahm. Per Videobotschaft warb er dennoch für die Reform, die ein Gemeinschaftswerk für einen erfolgreichen, fairen und sauberen Sport sei. Dabei griff er auch Kritik und Bedenken aus den Reihen der Sportverbände auf.

Die sogenannte Rechenmaschine gebe es gar nicht, sagte er. „Es gibt Transparenz nach nachvollziehbaren Kriterien. Entscheidungen fallen einvernehmlich.“ Auch die Sorgen mancher Verbände, aus der Förderung herauszufallen, griff de Maizière auf. „Wir sind im Gespräch über eine Basisförderung. All das werden wir regeln“, sagte er. Doch für den Ruf nach mehr Fördermitteln gelte: „Erst das Konzept, dann Geld.“ Wenn die Reform verabschiedet sei, werde er sich dafür einsetzen, „dass der Sportetat substanziell und dauerhaft erhöht wird, dass diese Reform auch Erfolg hat“.

Auch sein Vertreter in Magdeburg, Staatssekretär Hans-Georg Engelke, griff das Thema auf. „Das Konzept ist ein Beitrag, denjenigen, die das Geld bewilligen, zu zeigen, wie wir es ausgeben und einsetzen wollen“, erklärte er. „Wir müssen uns rechtfertigen, was wir wofür ausgeben. Das finde ich völlig richtig.

Siegfried Kaidel fasste als Sprecher der Spitzenverbände die Eindrücke der jüngsten Beratungen zusammen und warb ebenfalls für die Reform. Die Diskussion sei nicht immer einfach gewesen, sagte er. „Wir haben aber jetzt ein Papier vorliegen, über das die Spitzenverbände gestern ein einstimmiges Votum abgegeben haben, ihm zuzustimmen.“ Kaidel hob dabei die Rolle des DOSB-Vorstands Leistungssport, Dirk Schimmelpfennig, hervor. „In ihm haben wir auch den richtigen Motor, das Konzept umzusetzen“, sagte er und dankte für die „aktive, vertrauensvolle, nicht immer harmonische, aber immer um die Sache kämpfende Arbeit“.

Auch in der Versammlung selbst gab es noch kritische Stimmen. Martin Engelhardt, der Vorsitzende der Deutschen Triathlon-Union (DTU), erklärte in der Aussprache zum Antrag, er bestehe darauf, dass die Eigenständigkeit des Sports erhalten bleibe. Zudem gab er zu bedenken, dass die große Herausforderung viele kleine Verbände nicht bewältigen könnten, weil sie nicht alles mit Hauptamtlichkeit abdecken könnten.

Für die nichtolympischen Sportarten bat Oliver Stegemann vom Deutschen Sportakrobatik-Bund um mehr Berücksichtigung im Reformkonzept: „Auch wir sind Teil von Sportdeutschland und wollen das auch gerne bleiben“, sagte er.

Nach der Zustimmung durch die DOSB-Mitglieder befasst sich im Februar das Bundeskabinett mit dem Projekt, im Frühjahr soll es im Bundestag präsentiert werden. Nach einer Zeit des Übergangs in den kommenden zwei Jahren sollen die Maßnahmen der Reform 2019 greifen.

Vorbildliche Botschafter in Rio

Präsident Hörmann sprach in seiner Rede weitere Themen an. In einem kurzen Rückblick auf die Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio lobte er beide starken Mannschaften, die vorbildliche Botschafter gewesen seien. Prägendes Erlebnis neben der begeisternden Willkommensfeier in Frankfurt mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bundesinnenminister de Maizière sei für ihn gewesen, wie die Athletinnen und Athleten unmittelbar vor dem Einmarsch ins Stadion spontan die Nationalhymne angestimmt hätten.

Hörmann lobte auch Organisation und Verlauf des Deutschen Olympischen Jugendlagers. „Es ist wichtig, dass sich die nachfolgende Generation an olympischen Werten orientiert“, sagte der Präsident.

Kritische Worte fand Hörmann zur Doping-Diskussion vor und während der Spiele in Rio: „Was rund um das Staatsdoping in Russland geschehen ist, ist inakzeptabel und verwerflich“, sagte er und ergänzte, es seien „viel zu viele russische Athletinnen und Athleten in Rio an den Start gegangen. Ein solches Szenario darf sich nicht wiederholen“.

Anstoß 2016: Potenziale für Verbesserungen

Auch wichtige Themen der Sportentwicklung in Sportdeutschland sprach der DOSB-Präsident an: Zur geplanten Lärmschutzverordnung für Sportanlagen beispielsweise forderte Hörmann: „Kinder dürfen in unserem Land nicht länger als Störfaktor gesehen werden.“

Der Präsident fasste auch die Ergebnisse der Bestandsaufnahme „Anstoß 2016“ durch das Beratungsunternehmen Ernst & Young zusammen, die der DOSB in Auftrag gegeben hatte. Zehn Jahre DOSB seien Anlass für eine Selbstanalyse gewesen, „kritisch und selbstkritisch“, sagte Hörmann. Die Analyse habe Potenziale für Verbesserungen und Einsparungen ergeben, ebenso „wertvolle Klarheit zu Stärken und Schwächen“ des Dachverbands. Das habe schon zu erkennbaren Ergebnissen geführt. So werde es bis 2020 keine Beitragserhöhung geben. Auch habe der Vorstand Aufgaben erarbeitet, die in nächster Zeit umgesetzt würden. Im Verlaufe der Versammlung erläuterte Michael Vesper das Vorgehen genauer.

Eine Grundsatzdiskussion zur DOSB-Strategie ist das Hauptprojekt“, sagte Hörmann. Es sei nicht einfach, das so zu strukturieren, dass ein klares Bild des DOSB entstehen könne. „Wir werden das auch in fünf Regionalkonferenzen diskutieren“, erklärte er und kündigte ein Strategiepapier zur nächsten Mitgliederversammlung in einem Jahr in Koblenz an.

 Auf der DOSB-Homepage gibt es den Artikel nachzulesen.




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