26.01.2017 - Deutsche Sporthilfe | Presse

Spitzensportler sind Vorbilder für 85 Prozent der Deutschen

Gemeinsame Studie von Deutscher Sporthilfe und Sporthochschule Köln zur Akzeptanz des Spitzensports in Deutschland / 81,3 Prozent der Bevölkerung haben Vertrauen in deutsche Athleten / Disruptive Einflüsse des internationalen Sports

Frankfurt am Main, 26. Januar 2017 – „85,6 Prozent der Bevölkerung in Deutschland stimmen der Aussage zu, dass deutsche Athleten eine Vorbildfunktion in Sachen Leistungswille ausüben.“ Das ist ein Ergebnis einer Studie der Deutschen Sporthilfe und der Deutschen Sporthochschule Köln zur Akzeptanz des Spitzensports in Deutschland. Auch für die Vermittlung eines Gemeinschaftsgefühls (82,9 %), in puncto Leistungsfähigkeit (80,7 %) und Fairness (79,1 %) haben deutsche Athleten nach wie vor eine Vorbildfunktion inne.

Spitzensport an sich übt auf die Menschen in Deutschland eine hohe Faszination aus, der Umfragewert ist in den vergangenen fünf Jahren angestiegen: von 57,1 Prozent auf 60,1. Damit interessiert sich die Mehrheit der Bevölkerung für Spitzensport und ist zudem bei Medaillenerfolgen deutscher Athleten emotional bewegt. Dabei ist die Wertschätzung deutscher Athleten nach wie vor sehr hoch: 81,3 Prozent der Deutschen haben Vertrauen darin, dass deutsche Athleten moralisch integer handeln und die Einhaltung von Regeln sowie Fairplay und Unbestechlichkeit beachten. Bei internationalen Athleten liegt dieser Zustimmungswert lediglich bei 39,3 Prozent.

Gleichwohl zeigt sich, dass negative Themen des Spitzensports wie Doping, Korruption und Match-Fixing Auswirkungen auf die gesellschaftliche Akzeptanz und Relevanz des Spitzensports haben. Im Vergleich zu einer Studie aus dem Jahr 2011 ist die Vorbildfunktion von Athleten leicht gesunken (Leistungswille: 85,6 % anstelle 90,9 %; Vermittlung eines Gemeinschaftsgefühls: 82,9 % anstelle 85,0 %; Leistungsfähigkeit: 80,7 % anstelle 84,0 %; Fairness: 79,1 % anstelle 87,2 %). Nur noch 60,9 Prozent der Deutschen verbinden mit Erfolg im Spitzensport einen individuellen oder nationalen Nutzen für Deutschland, 2011 waren dies noch beachtliche 78,2 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich insbesondere ein geringes Vertrauen der deutschen Bevölkerung in die Integrität internationaler Athleten, internationaler Sportverbände und internationaler Sportfunktionäre.

Wir konnten erstmals eine Kausalkette nachweisen, dass die Akzeptanz des Spitzensports in der deutschen Bevölkerung maßgeblich vom Vertrauen in die Integrität der Athleten, der Verbände und insbesondere der Funktionäre abhängt“, sagt Professor Christoph Breuer, der Chef des Instituts für Sportökonomie und Sportmanagement an der Deutschen Sporthochschule. Dr. Michael Ilgner, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Sporthilfe, sieht deshalb entsprechenden Handlungsbedarf: „Die Sicherung der Integrität und der Werte des Sports ist von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung eines förderungswürdigen Spitzensports. Die Deutsche Sporthilfe hat dies in den letzten Jahren in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt, das unterstützen und erwarten mittlerweile auch alle Partner und Förderer von uns. Leistung, Fairplay und Miteinander sind bei unserer Arbeit die entscheidenden Werte: auf der einen Seite über den Sporthilfe-Eid, den jeder geförderte Athlet unterschreiben muss und gegen dessen Zuwiderhandlung entsprechende Sanktionen bis hin zum Ausschluss aus der Förderung folgen; auf der anderen Seite durch ein langfristig orientiertes Förderkonzept, das Leistung und Wagemut incentiviert, sich aber verstärkt auch an der persönlichen Entwicklung und Lebensperspektive der Sportler orientiert.

Prof. Dr. Christoph Breuer ergänzt: „Schon aus einem gesunden Eigeninteresse des Sports sollte systematischen Maßnahmen zur Sicherung der Integrität mindestens die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden wie Maßnahmen zur Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen des Spitzensportsystems. Hierzu zählen unter anderem die systematische Umsetzung von Good Governance-Standards auf allen Organisationsebenen des Sports, eine systematischere Umsetzung bzw. Intensivierung von Anti-Doping-Maßnahmen im nationalen und insbesondere internationalen Sport sowie eine darüber hinausreichende grundsätzliche und umsetzungsorientierte Programmatik wertorientierten Handelns im Spitzensport.“

Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft die Situation der Sporthilfe-geförderten Spitzenathleten. Der persönliche Mehrwert von Athleten, im Leistungssport aktiv zu sein, und ihre persönliche Akzeptanz ihres Leistungssportengagements hängt maßgeblich von der gesellschaftlichen Akzeptanz, den finanziellen Möglichkeiten, dem erforderlichen Zeitaufwand sowie der familiären Situation ab. Eine Befragung der von der Stiftung Deutsche Sporthilfe geförderten Athleten hat ergeben, dass sie eher nicht der Meinung sind, dass ihre sportliche Leistung in der Öffentlichkeit hinreichend wert geschätzt wird. Ebenso sehen sie ihre finanzielle Zukunft als nicht abgesichert an.

Fast die Hälfte der Athleten hat bereits über ein vorzeitiges Karriereende nachgedacht, wobei auffällig ist, dasss seit 2013 die entsprechenden Zahlen kontinuierlich ansteigen. Wenn man davon ausgeht, dass die Gesamtzahl an Talentjahren – verstanden als ein Lebensjahr eines sportlichen Talents, welches in Spitzensport investiert wird – den Erfolg eines Spitzensportsystems bestimmt, so ist diese Zahl als eine zentrale Inputgröße für nationale Spitzensporterfolge anzusehen. Um den Rahmen an Talentjahren möglichst optimal auszuschöpfen, ist die Suche nach Ursachen vorzeitiger Karrierebeendigungen funktional. Die Studie zeigt auf, dass der Hauptgrund beruflicher Natur ist: Wenn Athleten über ein vorzeitiges Karriereende nachdenken, dann in erster Linie aus beruflichen Gründen, zweitwichtigster Grund sind finanzielle Motive.

Die Arbeit der Deutschen Sporthilfe zielt darauf ab, den größten Talenten bestmögliche Entfaltungsmöglichkeiten für ihre Leistungssportkarriere zu bieten. Daher versuchen wir insbesondere auch die beiden Hauptgründe für ein vorzeitiges Karriereende zu minimieren. So liegt der Fokus neben der finanziellen Förderung der deutschen Nachwuchs- und Spitzenathleten bereits seit Jahren auf der Unterstützung rund um die Themen Ausbildung und Beruf. Mit der Initiative ‚Sprungbrett Zukunft‘ haben wir hier in den vergangenen Jahren wichtige Weichen gestellt“, sagt Dr. Michael Ilgner. „Die Athleten nehmen diese Angebote verstärkt an. Nichtsdestotrotz besteht – neben einem dringend erforderlichen Aufwuchs der finanziellen Mittel – auch hier in den kommenden Jahren noch entsprechendes Verbesserungspotential, das zeigen die Ergebnisse der Befragung. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“

 Hier geht es zum Download der kompletten Studie.




Neue Laufbahnberaterin am OSP Sachsen-Anhalt

01.07.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Mit Dr. Anne Schmidt nimmt am heutigen Tag die neue Laufbahnberaterin am OSP Sachsen-Anhalt für den Standort Magdeburg ihre Arbeit auf. Nach mehr als 38 Jahren hat sich der langjährige und verdienstvolle Laufbahnberater Harald Broschat gestern in den Ruhestand verabschiedet.

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Harald Broschat, der Arbeitskreis schließt sich

30.06.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Heute hat unser langjähriger und verdienstvoller Mitarbeiter, Harald Broschat, seinen letzten Arbeitstag. Wir wünschen ihm nun für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und möchten uns an dieser Stelle für seinen langjährigen aktiven Einsatz für den Leistungssport in Sachsen-Anhalt, ganz besonders am Standort Magdeburg, bedanken.

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Schlüsselübergabe am Ruder-Kanal in Halle

22.06.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Am heutigen Tag wurde der Ersatzneubau, des bei dem Saalehochwasser 2013 stark beschädigten Gebäudes am Ruder-Kanal, durch den Oberbürgermeister der Stadt Halle, Dr. Bernd Wiegand, übergeben. Die Maßnahme wurde vollständig über den Fluthilfefonds des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.
Somit somit können sich die Ruderer des Leistungsstützpunktes über die nun sehr guten Rahmenbedingungen freuen.

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Übergabe Opel Corsa an Jasmin Fritz

19.06.2020 - BSP Kanu
Am Dienstag erfolgte die Übergabe eines Autos durch den Sponsor Peter Netzeband an unsere Kanutin Jasmin Fritz. Die Firma Netze Bau unterstützt, mit der zur Verfügungstellung eines Opel Corsas Jasmins Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Tokio. Firmeninhaber Peter Netzband will damit deutlich signalisieren, dass die Unterstützung von Jasmin wichtig und eine Investition in die Zukunft ist. Auch wenn es im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften für Jasmin Fritz im Kajakzweier nur zum 10. Platz gereicht hat, kann sie zukünftig wieder zur absoluten Weltspitze gehören.

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Bundesförderprogramme für Sportstätten und Sporträume

02.06.2020 - DOSB - Presse
Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es 2020?

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Abschied und Aufbruch!

29.05.2020 - OSP
Heute hat unsere verdienstvolle und langjährige Mitarbeiterin, Margot Barnikol, ihren letzten Arbeitstag. Wir wünschen Ihr nun für den neuen Lebensabschnitt alles Gute und möchten uns an dieser Stelle für Ihren langjährigen aktiven Einsatz für den Leistungssport in Sachsen-Anhalt, ganz besonders am Standort Magdeburg, bedanken.

Wem Sie in dieser Zeit mit Rat und Tat kompetent zur Seite stand und wer Ihr hier am Olympiastützpunkt begegnet ist, würde sich wie ein Who-is-Who des Magdeburger, wenn nicht gar des deutschen Sports lesen und mit Sicherheit den Rahmen sprengen.

Wir sagen ganz herzlich DANKE und wünschen Ihr, neben viel Gesundheit, alles Gute für die nun anbrechende neue Lebensetappe und freuen uns jederzeit auf einen Besuch von Ihr an alter Wirkungsstätte.

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Videobotschaft an die Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Tokio

01.04.2020 - OSP | LSB Sachsen-Anhalt
Liebe Sportlerinnen und Sportler,
Liebe Trainerinnen und Trainer,

Nach der Entscheidung des IOC zur Verlegung der Olympischen Sommerspiele und der Paralympics in Tokio auf den Sommer 2021 wenden sich die Präsidentin des LSB Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange, und der Leiter des OSP Sachsen-Anhalt, Helmut Kurrat, heute mit folgender Videobotschaft an die Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Tokio sowie an ihre Trainerinnen und Trainer.

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Rundbrief des OSP zur aktuellen Situation

30.03.2020 - OSP Sachsen-Anhalt
Liebe Sportler*innen,
Liebe Trainer*innen,

die Olympischen Spiele 2020 in Tokio sind um ein Jahr verschoben. Damit verbunden waren für euch Ziele, Hoffnungen und Planungen, die es nun gilt, neu zu sortieren und den Raum von etwaigen verständlichen Enttäuschungen für neue Vorhaben weichen zu lassen. Der weltweite Sport und auch der Sport hier in eurer Heimat hält inne und atmet im Moment tief durch, aber lässt vielleicht auch Platz für eine Regenerationspause.

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Statement des BSSA zur Verlegung der Spiele Tokio 2020

26.03.2020 - BSSA
Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) begrüßt, ebenso wie der Deutsche Behindertensportverband und leistungssporttragende Vereine in Sachsen-Anhalt, die klare Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), die Spiele von Tokio 2020 zu verschieben.

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Corona-Virus: Aktuelle Empfehlung des LSB Sachsen-Anhalt

13.03.2020 - Frank Löper
Die Ausbreitung des Corona-Virus hat neben den Auswirkungen auf unseren Alltag und die Wirtschaft inzwischen auch gravierende Auswirkungen auf den Sport und das Sporttreiben in Deutschland. Auch zahlreiche Sportvereine und -verbände in Sachsen-Anhalt sind bereits direkt von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona- Virusinfektion bei Punktspielen, Wettkämpfen oder Trainingslagern betroffen. Der Vorstand des LSB Sachsen-Anhalt steht diesbezüglich in ständigem Kontakt mit den zuständigen Ministerien und Behörden. Aktuell gibt er folgende Empfehlungen.

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Bob-WM: Deutscher Dreifacherfolg im Viererbob – Friedrich kürt sich zum Doppel-Weltmeister von Altenberg

02.03.2020 - BSD - Presse
• Gold für Francesco Friedrich

• Silber für Johannes Lochner

• Bronze für Nico Walther

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Thomas Berlemann neuer Vorstandsvorsitzender der Sporthilfe

25.02.2020 - Stiftung Deutsche Sporthilfe
Ex-Telekom-Manager folgt auf Michael Ilgner / „Eigengewächs“ Thomas Gutekunst wird zum Vorstand Athletenförderung berufen / Vorstandsmandat von Oliver Rau verlängert

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Zweierbob: Francesco Friedrich zum sechsten Mal in Folge Weltmeister im kleinen Schlitten!

24.02.2020 - BSD - Presse
• Überlegener Sieg auf der Heimbahn in Altenberg
• Silber geht an Hansi Lochner und Christopher Weber
• Nico Walter/Eric Franke werfen Medaille noch weg – Vierter
• Junioren-Weltmeister Richard Oelsner mit Malte Schwenzfeier Fünfter

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Aktuelle Einschätzung in Bezug auf die Coronavirus Epidemie

19.02.2020 - DOSB - Presse
Zum Umgang mit Athlet*innen, die sich zuletzt in China/Asien aufgehalten haben

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Sarah Köhler, Laura Riedemann und Florian Wellbrock erfüllen Olympia-Norm

12.02.2020 - DSV | LSB
Beim MWG Swim-Cup in Magdeburg (07. - 09. Februar) konnten sich Sarah Köhler, Laura Riedemann und Florian Wellbrock erfolgreich einen Startplatz im Olympia-Team des Deutschen Schwimmverbandes sichern.

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Coronavirus: Wettkämpfe und Trainingslager in China

07.02.2020 - DOSB - Presse
Prof. Dr. Bernd Wolfarth, Mannschaftsarzt des DOSB, hat in einem Schreiben an die DOSB-Mitgliedsorganisationen eine aktuelle Einschätzung in Bezug auf die Coronavirus Epidemie gegeben.

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Der Fokus liegt auf Tokio

14.01.2020 - BSSA - Presse
(nordski.de/ BSSA, 13.01.2020) Erstmals in der Wintersport-Geschichte waren am Wochenende Spitzensportler der FIS und der Para-Szene beim Dresdner Skiweltcup aufeinandergetroffen – beide auf derselben Sprintstrecke am Königsufer der sächsischen Landeshauptstadt.

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Ab 07.01. in der ARD: „Hall of Fame“-Mitglieder treffen auf hoffnungsvolle Nachwuchstalente

07.01.2020 - Stiftung Deutsche Sporthilfe
Sport-Legenden Michael Groß, Marika Kilius, Heike Drechsler, Eberhard Gienger und Frank Wieneke im neuen TV-Format „Talente & Legenden“ im Rahmen der ARD-Vormittagssendung „Live nach Neun“

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Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches neues Jahr 2020

21.12.2019 - OSP Sachsen-Anhalt
Das Team des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt wünscht Ihnen, Ihrem Team und Ihren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

Für die angenehme Zusammenarbeit möchte wir uns sehr herzlich bei Ihnen/Euch bedanken.

Wir freuen uns auf ein spannendes olympisches Jahr mit Ihnen/Euch!

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Olympia: Der Traum von Tokio

16.12.2019 - OSP
Zur Einstimmung auf die olympischen Spiele in Tokio im kommenden Jahr möchten wir folgenden ARD Beitrag empfehlen (siehe Link).

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