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06.08.2018

Ruder EM: Deutschland-Achter gelingt Titelverteidigung

Am heutigen letzten Wettkampftag der European Championships in Glasgow wollten die DRV-Athleten endlich die ersehnten Medaillen holen.

In einem spannenden Rennen hat der Deutschland-Achter erneut EM-Gold gewonnen. Foto: DRV/Seyb
© Bildnachweis: DRV/Seyb

Gleich drei Finals mit deutscher Beteiligung standen auf dem Programm, doch für Marie-Louise Dräger war der Traum von einer EM-Medaille schon vor dem Finale ausgeträumt - die Rostockerin musste krankheitsbedingt leider abmelden. Sehr viel besser lief es für den Deutschland-Achter, der die Mission Titelverteidigung erfolgreich beendet hat. Lars Wichert hingegen verpasste als Vierter eine Medaille im leichten Einer nur knapp.

Damit wurde der Deutschland-Achter seiner Favoritenrolle gerecht. In einem extrem spannenden Rennen haben Johannes Weißenfeld (Ruderclub 'Westfalen' 1929 e.V. Herdecke), Felix Wimberger (Passauer Ruderverein von 1874 e.V.), Maximilian Planer (Bernburger Ruderclub e.V.), Torben Johannesen (Ruder-Club Favorite Hammonia), Jakob Schneider (Ruderklub am Baldeneysee e.V.), Malte Jakschik (Ruderverein Rauxel von 1922 e.V.), Richard Schmidt (Ruderverein 'Treviris 1921' e.V.), Schlagmann Hannes Ocik (Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75 e.V.) und Steuermann Martin Sauer (Berliner RC) ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Während auf der ersten Streckenhälfte die Rumänen, die bereits im Vorlauf gezeigt haben, dass mit ihnen zu rechnen ist, das Tempo machten, konnte sich das DRV-Flaggschiff auf den dritten 500 m absetzen, eine ¾-Bootslänge Vorsprung auf die Niederländer und Rumänen rausfahren und die Führung bis ins Ziel verteidigen. „Unsere Taktik war schnell zu sein und die ist aufgegangen. Wir haben damit gerechnet, dass die anderen richtig Tempo machen“, so Steuermann Martin Sauer. „Wir haben uns auf der ersten Streckenhälfte gut festgebissen und wussten, wenn wir bei 1.000 m gut dabei sind, können wir das auch gewinnen“, erklärt Schlagmann Hannes Ocik.

Riemekasten und Appel gewinnen B-Finale
Nach dem verpassten Finaleinzug gestern, wollten Stephan Riemekasten (Rudergemeinschaft Rotation Berlin) und Max Appel (Sportclub Magdeburg e.V. Abteilung Rudern) heute noch einmal ein gutes Rennen zeigen. Und das ist dem Duo gelungen. Wie bereits im gestrigen Halbfinale flogen die Beiden aus dem Startblock und setzten sich an die Spitze des Feldes. Bis zur 1.000-m-Marke konnten sich drei Boote - Deutschland, Niederlande und Norwegen - absetzen. Auf den dritten 500 m erhöhte das deutsche Duo noch einmal das Tempo und riss eine kleine Lücke zu den Verfolgern. Mit einer Bootslänge Vorsprung auf die Norweger gewannen die Jungs von Trainer Dirk Brockmann verdient das B-Finale. „Wir sind auf jeden Fall richtig zufrieden mit dem heutigen Rennen, wir haben super zusammen gerudert. Aber wir ärgern uns natürlich auch, dass wir das gestern nicht schon gezeigt haben“, so Max Appel und Stephane Riemekasten ergänzt „Wir hatten bei 1.500 m schon das Gefühl, dass wir gewinnen können, da wir zu dem Zeitpunkt immer noch total viel Kraft hatten.“


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