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30.07.2019

Schwimm-WM 2019 in Gwangju

17 Tage lang konnte man deutsche und internationale Stars bei den Weltmeisterschaften in Gwangju bewundern. Spannende Rennen, atemberaubende Sprünge, packende Spiele und viele Überraschungen sorgten für tolle Augenblicke und Gänsehaut. Das deutsche Team blickt auf eine erfolgreiche WM zurück und sieht positiv in das kommende olympische Jahr.

Doppelweltmeister Florian Wellbrock.
© Bildnachweis: SC Magdeburg

Erfolgreichste Nation im Freiwasser: Beeindruckend ging es im Freiwasser los. Mit dem Gewinn von fünf Medaillen war Deutschland die erfolgreichste Nation im Freiwasserschwimmen und konnte sich in der absoluten Weltspitze positionieren. Zwei Weltmeistertitel durch Florian Wellbrock über 10km und der deutschen Staffel über 4x1,25 km in der Besetzung Lea Boy, Sarah Köhler, Sören Meissner und Rob Muffels sorgten für die Highlights. Zudem konnten sich Finnia Wunram, Leonie Beck sowie Florian Wellbrock und Rob Muffels über 10km direkt für die Olympischen Spiele 2020 qualifizieren und erhielten so historisch noch nie dagewesene vier Olympiateilnahmen von vier Möglichen.

Überraschungen und Aufwärtstrend im Becken: Auch die Beckenschwimmer nahmen diesen positiven Trend mit und verbesserten ihre Platzierungen enorm im Vergleich zu den vorherigen Weltmeisterschaften. 14-mal wurde von den Einzelstartern das Finale erreicht. Ganz besonders hervorzuheben ist dabei der Weltmeistertitel von Florian Wellbrock über 1500m Freistil sowie der Vize-Weltmeistertitel von Sarah Köhler über 1500m Freistil. Auch der 4. Platz über 800m Freistil von Sarah mit neuem Deutschen Rekord konnte sich mehr als sehen lassen. Franziska Hentke und Philip Heintz bewiesen ebenfalls einmal mehr ihr Weltklasseniveau und verpassten nur knapp das Podest mit ihren vierten Plätzen über 200m Schmetterling bzw. 200m Lagen. Auch Marco Kochs 5. Platz über 200m Brust, mit seiner persönlich für ihn zweitschnellsten Zeit, in dem schnellsten 200m Brust Männerfinale aller Zeiten zeigten seine zurückkehrende Bestform und dass er sich durchaus noch mit der Weltelite messen kann. Besonders erfreulich waren zudem die Leistungen einiger WM-Debütanten. Anna Elendt, Angelina Köhler und Laura Riedemann schwammen sich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft direkt ins Halbfinale bzw. Anna Elendt sogar in das Finale über 50m Brust, in dem sie Siebte mit neuem deutschen Altersklassenrekord wurde. Mit Blick auf das nächste Jahr ist besonders erfreulich, dass sich alle sieben Staffeln mit ihren Top-12 Platzierungen direkt für die Olympischen Spiele qualifizieren konnten und fünf Staffeln im Finale vertreten waren.

Besonders dürfen sich vier Athleten freuen, die sich durch ihr hervorragendes Abschneiden bei der WM bereits jetzt schon für die Olympischen Spiele im Beckenschwimmen qualifizieren konnten. Voraussetzung dafür war eine Top 4 Platzierung in einer Einzeldisziplin, die von Florian Wellbrock, Sarah Köhler, Franziska Hentke sowie Philip Heintz erfüllt wurden. Im kommenden Jahr müssen diese Schwimmer lediglich noch einen ergänzenden Leistungsnachweis erbringen.

Wasserballer sind wieder da: Zum ersten Mal seit 2013 konnten sich die deutschen Wasserballer wieder für eine WM qualifizieren. Mit erstklassigen Spielen setzte sich das DSV-Team in der Vorrunde durch und marschierte bis zum Viertelfinale vor. Spannende Spiele gegen die Weltmeister aus Italien sowie den olympischen Medaillengewinnern aus Kroatien und Serbien gingen nur als knappe Niederlagen für die Deutschen aus. Mit ihrer Top-8 Platzierung hat sich die Mannschaft in der Weltklasse behaupten können und gezeigt, dass auch im nächsten Jahr mit ihnen zu rechnen ist.

Gute Leistungen bei den Wasserspringern: Auch die deutschen Wasserspringer konnten einmal mehr ihr Weltklasseniveau beweisen. Mit fünf Finalteilnahmen sowie zwei direkten Olympia-Qualifikationen durch Patrick Hausding und Tina Punzel zeigte das DSV-Team sein Können. Highlight war der Gewinn der Bronzemedaille durch Tina Punzel und Lou Massenberg im Mixed-Springen vom 3m Brett.

Auch der DSV- Leistungssportdirektor, Thomas Kurschilgen, zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Wir haben hier in Gwangju eine Mannschaft mit einem tollen Team-Spirit gesehen, die sehr eng zueinandergestanden hat. Das betrifft die Athleten, das Trainerteam als auch das gesamte Kompetenzteam der Medizin, der Physiotherapie der Psychologie, der Trainingswissenschaft und das Teammanagement.“ Kurschilgen weiter: „Das Team hat im Wasser mit ihrer Einstellung uneingeschränkt das umgesetzt, was wir ihm zu Beginn der Weltmeisterschaft mit auf den Weg gegeben haben: Mit Mut, Leidenschaft und Risiko in die Wettbewerbe zu gehen und in den sportlichen Herausforderungen einer WM über die Leistungsgrenzen zu gehen.“



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