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02.06.2021

Florian Wellbrock: Pendeln zwischen Schwimmhalle und Büro

Leistungssport und Ausbildung in Kombination funktioniert: Schwimmer Florian Wellbrock ist ein perfektes Beispiel dafür. Florian Wellbrock hat bei der MWG-Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann erfolgreich und in Regelzeit absolviert.

Florian Wellbrock.
© Bildnachweis: Eroll Popova

Der Profisportler hat bei der MWG-Wohnungsgenossenschaft eG Magdeburg seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann erfolgreich absolviert. Und das sogar in der regulären Zeit von drei Ausbildungsjahren.Schwimmer Florian Wellbrock ist der beste Beweis dafür, dass Ausbildung und Leistungssport parallel funktionieren können.

Seit 2019 hat der heute 23-Jährige seinen Abschluss in der Tasche. Eine enge Abstimmung, sowohl mit seinem Arbeitgeber als auch den Berufsschullehrern, machte die Kombination aus strengem Trainingsplan und Job möglich. „Ich bin froh, dass mir die MWG und die Lehrer entgegengekommen sind“, erklärt Florian Wellbrock.

Der erfolgreiche Schwimmer, Doppel-Weltmeister und Olympia-Hoffnung, wusste früh, dass er neben dem Sport noch ein berufliches Standbein braucht. Florian Wellbrock: „Auch mein Trainer hat darauf bestanden, damit ich nach meiner Sportkarriere in einen Job einsteigen kann.“ Bereits mit vier Jahren hat der gebürtige Bremer mit dem Schwimmen begonnen. Als er später an der Sportschule in Bremen seine Leistungsgrenze erreichte, zog er mit 17 Jahren nach Magdeburg um.

Hier findet er kurze Zeit später den passenden Ausbildungsplatz. „Mir war schnell klar, dass ich einen kaufmännischen Beruf lernen möchte“, erinnert sich der Spitzensportler. Während eines zweimonatigen Praktikums bei der MWG stellten sowohl Florian Wellbrock als auch seine zukünftigen Vorgesetzten schnell fest: Das passt.

Gemeinsam haben sie die Einsatzzeiten geplant und an den Trainings- und Wettkampfplan angepasst. Wenn nötig, stehen für genau diese wichtige Phase vor dem Ausbildungsstart auch die Laufbahnberater des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt parat. Schließlich geht es bei den Azubis aus dem Leistungssport „praktisch um zwei Jobs gleichzeitig“, weiß Florian Wellbrock aus Erfahrung. Sein Tag als Auszubildender: Auf ein zweistündiges Training morgens in der Schwimmhalle folgt der Einsatz an seinem MWG-Schreibtisch sowie in den Wohnungen vor Ort, um am Nachmittag direkt wieder zwischen zwei und zweieinhalb Stunden in der Schwimmhalle abzutauchen. Rund ein Dutzend Einheiten die Woche plus Krafttraining und Co zählen zum Alltag des Leistungssportlers. Wenn Florian Wellbrock dafür das Büro immer ein wenig früher als seine Kolleg*innen verlassen hat, erntete er nur Verständnis. Florian Wellbrock: „Es gab nie Probleme, sie wussten, dass Schwimmen mein zweiter Job ist und bewunderten eher, wie ich diese Doppelbelastung wegstecke.“

Aktuell ist der Schwimmer freigestellt, um sich auf die Olympischen Spiele diesen Sommer in Tokio vorzubereiten. Fest steht: Arbeitgeber und Ausbilder von Leistungssportlern profitieren nicht nur von der öffentlichen Wahrnehmung, sondern auch von bestimmten Charakterzügen.

„Leistungssportler sind oft selbstbewusster als andere junge Menschen in ihrem Alter und sie treten selbstsicher gegenüber fremden Menschen auf“, macht Florian Wellbrock deutlich. Schließlich müssten sich die Sportler schon früh selbst organisieren. „Das zahlt sich im Berufsleben ganz klar aus.“


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