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20.01.2026

VIERERBOB: Team Ammour macht's schon wieder – von Platz 3 auf die Eins in Altenberg!

• Team Lochner im zweiten Lauf um zwei Hundertstel geschlagen
• Team Friedrich erneut Dritter
• Hansi Lochner Gesamt-Weltcup-Sieger im Vierer und auch in der Kombi-Wertung!

© Bildnachweis: VIESTURS LACIS

Altenberg (bsd, hb/18.01.2026) Zur Halbzeit des letzten Bob-Weltcuprennens der Saison 2025/26 in Altenberg führte Johannes Lochner mit Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer, fünf Hundertstel vor Francesco Friedrich, Matthias Sommer, Alexander Schüller und Felix Straub. Das rein deutsche Podest vervollständigten Adam Ammour, Issam Ammour, Joshua Tasche und Alexander Schaller, 19 Hundertstel hinter Hansi Lochner & Co. Brad Hall (GBR) hatte mit seiner Crew bereits 0,34 Sekunden Rückstand, auf Rang 3 fehlten erstmal 15 Hundertstel. Einen schweren Sturz überstand Patrick Baumgartner mit seinem Bob aus Italien.

Der zweite Durchgang wirbelte das Ergebnis vorn erneut – wie schon zuletzt in St. Moritz durcheinander: Team Ammour legte eine Top-Fahrt in die Bahn – daran bissen sich im Anschluss die acht BSD-Kollegen die Zähne aus. Francesco Friedrich blieb mit seiner Crew 15 Hundertstel dahinter rauf Rang 3, Hansi Lochner verfehlte Altenberg-Gold nur um 0,02 Sekunden. Und so holte sich der 24-Jährige Adam Ammour mit seinem Anschieber-Trio den zweiten Sieg in Folge.

In Altenberg waren diese Woche 7.500 Zuschauer vor Ort, davon 3.500 allein am heutigen Sonntag.

Der Endstand im Vierer-Weltcup nach sieben Rennen: 1. Hansi Lochner 1515 Punkte, 2. Francesco Friedrich 1446, 3. Adam Ammour 1436, 4. Brad Hall 1224, 5. Markus Treichl (AUT) 1200, 6. Patrick Baumgartner 1104, 7. Cedric Follador (SUI) 1072, 8. Jinsu Kim (KOR) 1018, 9. Michael Vogt (SUI) 968, 10. Taylor Austin 941. Lochner holte damit auch die große Kristallkugel für die Kombi-Wertung aus Zweier- und Viererbob.

Die Stimmen

Adam Ammour: "Es war ein schwieriges Rennen heute. Aber im zweiten Lauf lief's etwas besser am Start und auch in der Bahn. Wir sind nah dran, fühlen uns alle gut. Am Ende natürlich ein cooles Rennen für uns, um das Momentum jetzt nochmal mitzunehmen. An einen Sieg haben wir ehrlich gesagt nicht mehr gedacht. Aber der Hansi hatte natürlich einen Riesenpatzer nach der Kurve 14. Dabei verlor er so viel Speed, dass es sich für uns ausgegangen ist. Jetzt können wir erstmal mit einem guten Gefühl nach Hause fahren, um uns ein bisschen auszuruhen – vor Cortina."

Hansi Lochner: "Wir nehmen die tolle Stimmung hier mit, denn wenn man so verliert, kann ich das locker wegstecken. Es ist natürlich Pech, wenn du hier so die Bande bekommst und dir der Schlitten dann so weggeht. Da muss man dann froh sein, wenn du dann in der 15, 16 nicht ausleerst. Da ging's darum, den Bob auf vier Kufen runterzukriegen, als noch um eine Hundertstel zu kämpfen. Platz 2 ist im Endeffekt voll in Ordnung. Das Material läuft, die Linie stimmt, das ist das was zählt. Ohne den Fehler wären wir deutlich voraus gewesen. In Cortina geht's dann hoffentlich ohne Fehler."

Francesco Friedrich: "Es war wieder ein Rennen, das kein Rennen ist. Denn wenn wir ohne gespritzte Bahn fahren, hat das nichts mit Rennsport zu tun. Dann ist es halt einfach nur eine Sicherheitsvariante, damit alle unten ankommen. Das soll auch das Ziel sein, es soll sich niemand verletzten. Aber wenn man einfach aufgrund von schlechten Bahnverhältnissen, die wir aber nicht hätten haben müssen, ist halt vieles zufällig. Man hätte zumindest die Kurven spritzen können, dann wäre es schon ein Stückweit fairer für alle gewesen. So ist das aber nicht in Ordnung. Wir sind ein Rennsport, da gehört es auch dazu, dass wir auf vernünftigen Bahnen runterkommen. Zur Saison bis hierhin: Wir hatten im Grunde immer schwierige Bedingungen. Heute wäre es eigentlich perfekt gewesen, wir hätten in Nähe des Bahnrekords fahren können. Aber das wurde nicht erledigt, darum ist das so. Jetzt werden die Karten neu gemischt, für Olympia."

Cheftrainer René Spies: "Es war ein interessantes Rennen. Die IBSF-Jury hat sich dazu entschlossen, die Bahn beim Viererbewerb nicht zu spritzen. Es war die richtige Entscheidung, auch wenn's jetzt für die Top-Piloten vorne jetzt kurios ausgegangen ist. Wir haben gesehen, dass einige an ihre Grenzen stießen, aber wir haben in zwei Wochen Olympia. Es war jetzt kein klares Rennen, wir sahen, dass die Bahn bereift ist – da ist halt auch mal ganz schnell ein Zehntel weg. Am Ende bin ich sehr zufrieden, dass jetzt alle gesund durchgekommen sind, das war das Hauptziel. Deshalb waren die Ergebnisse heuer eher sekundär."

Diesen Artikel und noch mehr Informationen gibt es auf www.bsd-portal.de

– Fotos: IBSF / Victoria Grattan
– Text: Hans-Joachim Bittner


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