OLYMPISCHE SPIELE 2026: Johannes Lochner und Georg Fleischhauer sind Zweierbob-Olympiasieger!
• Lochner/Fleischhauer gewinnen Gold
• Friedrich/Schüller auf dem Silberrang
• Bronze für Ammour/Schaller
Cortina d'Ampezzo (bsd,ls/17.02.2026) Olympisches Gold, Silber und Bronze für die deutschen Zweierbob Männer in Cortina d'Ampezzo, und allen voran Johannes Lochner und Georg Fleischhauer. Das unschlagbare Zweier-Gespann in dieser Saison gewinnt im Cortina Sliding Center die Goldmedaille im kleinen Schlitten, für beide ist es das erste olympische Gold ihrer Karriere. Mit 1,34 Sekunden Vorsprung waren sie ganz klar das beste Team im Zweier-Wettkampf, für Lochner war es zudem das letzte Zweierbob-Rennen seiner Karriere.
Die Silbermedaille gewinnen Francesco Friedrich und Alexander Schüller. Friedrich ist nun mit viermal Gold und einmal Silber neben André Lange der erfolgreichste Bob-Pilot bei Olympischen Spielen. Und das dritte deutsche Gespann mit Pilot Adam Ammour und Anschieber Alexander Schaller sicherte sich ebenfalls oylmpisches Edelmetall: Das Duo gewann Bronze, für beide waren es zudem die ersten Olympischen Winterspiele ihrer Karriere.
Johannes Lochner: „Gerade überwiegt wirklich nur die Emotion. Natürlich ist es traurig, dass es mein letztes Zweierrennen war, aber das war ja das, was ich schon so lange weiß, und ich glaube ich bin auch einfach froh darum, die Entscheidung so früh getroffen zu haben, damit ich das alles nochmal genießen kann. Es wäre jetzt ganz schlimm für mich, wenn ich nicht wüsste, ob ich weiter mache oder nicht – jetzt konnte ich es genießen. Ich stand da oben und dachte mir: 'Geil, ich darf jetzt noch einmal hier runterfahren und das bei einem olympischen Rennen. Klar hätte ich das gern noch am Königssee gehabt, aber jetzt mit dem Finale hier, dass es sich jetzt so ausgeht.. das ist absolut geil.“
Georg Fleischhauer: „Diese Medaille ist meiner Mama gewidmet. Ich hätte mir schon gewünscht, dass sie das miterleben hätte können. Sie war auch indirekt mit dabei, das konnte ich jetzt nicht zeigen, aber ich hab ein Bild von ihr mit dabei im Rennanzug. Papa war dabei und hat mitgefiebert und die Stiefmama auch, und das war schon wunderschön. Und am Wochenende machen wir das nochmal. Ich glaube, da sind nochmal mehr Leute von uns allen da. Das ist wie eine Familie, und das ist einfach ein wahnsinnig schönes Gefühl. Und das war es schon seit Anfang an, seitdem ich bei Hansi war – ich wurde so herzlich aufgenommen, von seinen Eltern, von Hannah, von allen. Dass es sich auch anfühlt wie eine Familie, und ich glaube das macht es auch aus, dass wir alle so eng sind und dass wir alle an einem Strang ziehen.“
Francesco Friedrich: "Das Rennen heute war speziell, die Bahn hat es in sich. Im ersten Lauf konnten wir noch mithalten, im zweiten nicht. Und wie gesagt, die Gesamtperformance bei Hansi und Georg stimmt einfach, die sind im Zweier so dominant im ganzen Jahr gewesen, deswegen haben sie hier auch verdient gewonnen.“
Alexander Schüller: „Nervöser als vor vier Jahren in Peking im Vierer war ich nicht. Klar ist im Zweierrennen der Fokus nochmal mehr auf dem Bremser, aber ich habe von den alten Herren gelernt, wie man damit am besten umgeht. Daher habe ich versucht, das hier so gut wie möglich umzusetzen und deswegen würde ich sagen: Wir haben hier unser Bestes gegeben. Das olympische Rennen ist zwar etwas Besonderes, aber eigentlich so wie jedes andere auch. Das habe ich versucht, so umzusetzen, deshalb war ich nicht viel nervöser als sonst. Ein bisschen schon, aber nicht, dass man hier durchdreht.“
Adam Ammour: „Gerade ist das unbeschreiblich. Ich bin noch immer ein bisschen auf Booster, und das ging jetzt alles Schlag auf Schlag. Wir waren eben bei der Award-Zeremonie und haben unsere Medaillen bekommen – das war schon ein krasser Moment. Die Familie war da, Freunde waren da, Sponsoren waren da, Unterstützer waren da, das ist einfach nicht in Worte zu fassen. Wie gesagt, das sind die ersten Olympischen Spiele für uns beide, und mit einer Medaille aus dem ersten Rennen zu gehen, ist glaub ich was Unbeschreibliches. Wir können einfach nur happy sein und sind froh, dass wir hier sein dürfen. Auch mit dem Team, das wir gerade haben, macht das aktuell sehr viel Spaß unterwegs zu sein.“
Alexander Schaller: „Mir ist das auch gerade nochmal bewusst geworden. Das war ja mein erstes Rennen mit vier Läufen überhaupt, ich bin ja auch keine WM vorher gefahren. Es ist schon unglaublich. Wenn ich ehrlich bin, war in meinem Plan erst Olympia 2030 mein Ziel, und jetzt durch Adam habe ich die Chance bekommen, das schon viel früher zu machen und es hat wunderbar funktioniert.“
Cheftrainer René Spies: "Besser geht’s nicht. Das zweite Mal nach 2022, heute noch deutlicher. Die Jungs haben heute alles abgerufen. Am Ende sieht es vielleicht leicht aus, aber der Weg dahin war manchmal auch ein bisschen steinig, weshalb sie das heute auch abrufen mussten und das haben sie, auf einer sehr anspruchsvollen Bahn, heute gemacht. Wir holen hier einen Dreifach-Sieg: Adam – Wahnsinn mit Bronze zusammen mit Alexander Schaller. Heute auch Startbestzeit gegangen, unglaublich. Francesco mit Alexander Schüller gewinnen heute Silber. Sie verlieren nicht Gold, sondern gewinnen Silber. Das ist auch verrückt – für Franz ist es die fünfte Medaille. Und was mich ganz besonders beeindruckt hat, ist, dass Hansi und Franz sich oben am Start noch einmal umarmt haben und sich Glück gewünscht haben. Ich glaube Franz gönnt auch den Olympiasiegern, Hansi und Georg, diesen Titel. Das ist für mich überragend, was die beiden geleistet haben. Sie waren sehr dominant in den letzten Jahren, aber du musst dann das erstmal gegen Francesco Friedrich machen bei den Olympischen Spielen. Das haben die beiden sich sehr sehr verdient und wir freuen uns mit dem gesamten Team über 1, 2 und 3, und gönnen es Hansi und Georg heute ganz besonders.“
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