OLYMPISCHE SPIELE 2026: Gold und Silber im Viererbob - Team Lochner ist Olympiasieger!
• Team Lochner gewinnt Goldmedaille
• Silber für Team Friedrich
• Team Ammour wird Vierter
Cortina d'Ampezzo (bsd,ls/22.02.2026) Die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d'Ampezzo fanden am 22. Februar ihren krönenden Abschluss für Team D im Eiskanal: Gold und Silber für die deutschen Viererbob-Teams von Lochner und Friedrich!
Die Olympiasieger 2026 im großen Schlitten heißen Johannes Lochner, Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer. Für Lochner und Fleischhauer ist es die zweite Goldene nach ihrem Zweierbob-Sieg vor ein paar Tagen, für Wenzel die erste Goldmedaille seiner Karriere, und für Thorsten Margis die fünfte Goldene. Damit krönt er sich zum erfolgreichsten Bob-Athleten der Geschichte. Für Lochner war es nicht nur Doppel-Gold in Cortina, sondern auch ein absolutes Traum-Karriereende.
Francesco Friedrich, Alexander Schüller, Matthias Sommer und Felix Straub gewannen die Silbermedaille. Friedrich ist damit mit viermal Gold und zweimal Silber der erfolgreichste Bob-Pilot. Bronze gewannen die Schweizer mit Michael Vogt als Pilot. Und Adam Ammmour, nach Lauf drei noch auf Bronzerang, hatte im vierten Durchgang keinen optimalen Lauf mehr erwischt und verpasste ganz knapp das Podest. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Issam, Joshua Tasche und Alexander Schaller Vierter.
Johannes Lochner: "Unbeschreiblich. Es wird noch lange dauern, um das alles zu realisieren, was jetzt hier passiert ist. Da gibt es so viele kleine Side Storys drum herum, die dann am Ende vom Tag doch alle geklappt haben, und dass wir jetzt hier stehen mit so einem Abstand, mit so einem geilen Rennen mit den Jungs, das ist was, das wirst du nie vergessen. Ich habe mir das immer genau so gewünscht und vorgestellt, dass das dann so harmonisch zu Ende geht, und genauso ist es jetzt. Das ist das absolute Traumende meiner Karriere."
Thorsten Margis: "Die fünfte Goldene heute gewonnen zu haben, bedeutet mir sehr viel tatsächlich. Das war so ein Traum, der noch offen war, weil alles andere war schon erreicht. Ich bin 2018 und 2022 schon Olympiasieger mit Franz geworden, und dieser Meilenstein war dann noch offen und schien irgendwie unerreichbar. Und dann kam Hansi, und dann war die Sache natürlich eine andere. Dass unser Plan, den wir geschmiedet haben im Sommer, so aufgeht im Detail, also, das kann man keinem erzählen, was wir uns vorgenommen haben und wie diese ganzen Zahnrädchen ineinandergegriffen haben. Das war schon verrückt, und ich bin da unheimlich stolz drauf und aufs Team."
Jörn Wenzel: "Ich werde das jetzt selber mal probieren an den Lenkseilen. Sagen wir mal so, Hansi hat mir gut gezeigt, wie es funktioniert. Ich werde probieren es nachzumachen, auch mit der Gelassenheit und mit dieser Ruhe. Jetzt brauch ich bloß so ein gutes Team wie wir sind, und dann denke ich mal, sollte das klappen. Aber erst mal probieren, in Oberhof, nächste Woche, und dann schau ich weiter. Georg und ich machen die ganze Zeit Scherze, dass er eine Rutsche fährt und ich eine Rutsche, und derjenige, der das besser macht, der wird im Endeffekt Pilot. Der andere muss dann hinten drin sitzen."
Francesco Friedrich: "Wir haben heute nochmal reingehauen, ich habe gestern nochmal das Video geschaut und versucht, die paar Sachen besser zur erwischen, das ist mir auch heute besser gelungen. Zum Schluss haben wir trotzdem nur noch ein paar Hundertstel verloren, aber man muss immer noch in beiden Läufen irgendwo hier und da was liegen lassen und dann haben die anderen einfach verdient gewonnen. Muss man jetzt einfach schweren Herzens so sagen und zugeben, und das ist einfach so."
Alexander Schüller: "Dass die Familie da war, war auf jeden Fall sehr schön und sehr besonders und wir müssen auch sagen, dass wir froh sein können, dass wir gesund nach Hause gehen. Wir fahren nicht nur mit einer Silbermedaille nach Hause, oder zwei, sondern auch alle gesund mit unseren Familien."
Felix Straub: "Also wir machen uns jetzt erst mal frisch, würde ich sagen, und dann geht’s ins Deutsche Haus und dann werden wir ausgelassen feiern und unsere Silbermedaille zelebrieren."
Matthias Sommer: "Wir werden in der nächsten Zeit glaube ich erst mal die Beine hochlegen, regenerieren und natürlich auch Zeit mit der Familie verbringen. Ich glaube, das ist jetzt in der letzten Zeit ein bisschen zu kurz gekommen, also die ganze Saison eigentlich. Wir hatten alle das große Ziel vor Augen, haben vieles zurückgesteckt und ich glaube, da werden wir dann jetzt unseren Liebsten auch ein bisschen was zurückgeben."
Adam Ammour: "Das ist natürlich jetzt eine Kack-Position, in der wir gerade sind. Ein vierter Platz ist sehr undankbar. Die Enttäuschung ist sehr, sehr hoch, wie man in unseren Gesichtern sehen kann. Wir haben nicht das gezeigt, was wir draufhaben und wir haben nicht das abgerufen, was wir eigentlich abrufen wollen oder können. Das müssen wir jetzt erst einmal ein bisschen verarbeiten. Am Ende waren es zu viele kleine Fehler, die sich addiert haben. Ich meine, am Ende waren es vier Hundertstel, die zur Medaille gefehlt haben. Auf dieser Bühne wird jeder Fehler bestraft und wir haben uns zu viele kleine Fehler erlaubt, sei es am Einstieg, sei es beim Anschub, sei es in der Bahn, auch ein paar kleine Fahrfehler hier und da. Das war einfach nicht die Leistung, die wir zeigen können oder zeigen wollten. Und am Ende hat es nicht gereicht für eine Medaille."
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