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28.05.2012

Sieg für Andreas Ihle beim Weltcup in Duisburg

Beim Canoe Sprint Worldcup 2012 der ICF ging es ab Freitag auf der Wedau-Bahn für die Flotte des Deutschen Kanu-Verbandes um mehr als nur Medaillen und Punkte. Chef-Bundestrainer Reiner Kießler und Sportdirektor Jens Kahl vergeben nach der zweiten Weltcup-Regatta auch die Tickets für die Olympischen Spiele. Wer nach London will, mußte in Duisburg ganz vorn mit dabei sein.

Insgesamt waren 55 Nationen angereist und etwa 450 Paddlerinnen und Paddler kämpften um die Titel und Weltcup-Punkte. Auf dem Programm in Duisburg standen dabei nicht allein die zwölf olympischen Disziplinen. Auf der Wedau-Bahn wurden auch die 500 Meter sowie die besonders aktionsreichen Staffeln gefahren. 

Andreas Ihle (Magdeburg) und Martin Hollstein (Neubrandenburg) konnten jedoch etwas entspannter ihren Kajak-Zweier über die 1000 Meter steuern. Nach dem Sieg in Poznan hatten sie bereits ihre Nominierung sicher. Das galt auch für den Canadier Einer über 1000 Meter, den Sebastian  Brendel (Potsdam) zu olympischen Ehren steuern soll und den Kajak Zweier der Damen über 500 Meter, in dem Franzsika Weber (Potsdam) und Tina Dietze (Magdeburg) bereits ihr Ticket gelöst haben.
 Ganz ohne Ehrgeiz gingen diese Paddler jedoch nicht in die Rennen: „Gerade bei so einem Wetter macht es doch einen riesen Spaß.“ Außerdem konnten die deutschen Fahrer die Konkurrenz aus Ungarn beeindrucken. Erstmals seit vielen Jahren war der härteste Konkurrent des DKV  wieder mit seiner Top-Mannschaft am Start. Auch für Ungarn führt der Weg nach London über Duisburg. Hier galt es Zeichen zu setzen: „Denn wir wollen unsere Goldmedaille verteidigen“, sagte Andreas Ihle, Olympiasieger 2008 in Peking, vorausschauend auf die Regatta in London.
Und wie ernst es den beiden ist, zeigten sie am Samstag im Finale des K2 über 1000m. Nach ihrem Sieg in Poznan am vorletzten Wochenende ließen Hollstein-Ihle auch diesmal nichts anbrennen. Mit einer halben Sekunde Vorsprung waren sie wieder etwas schneller im Ziel als die WM-Sechsten aus Ungarn Roland Kökeny und Rudolf Dombi. Vizeweltmeister Schweden mit Oscarsson-Nilsson wurde in diesem Rennen Dritter.
Und weil bis zu den Olympischen Spielen nur noch ein internationaler Wettkampf - die Europameisterschaften in Zagreb - ansteht, nutzten Andreas Ihle und Martin Hollstein die Chance Wettkampfpraxis und Schnelligkeit zu trainieren und gingen auch über 500m an den Start. In einem spannenden Finale gewann Weißrussland mit einer halben Sekunde Vorsprung. Dann wurde es richtig eng. In der nächsten halben Sekunde fuhren sechs Boote fast gleichzeitig über die Ziellinie. Nach Zielfotoentscheid wurden Hollstein-Ihle Zweiter 2/100 Sek. vor Slowenien mit Rok Kuk - Lovro Leban.
Mit den Erfolgen von Poznan und Duisburg sollten Hollstein-Ihle in wenigen Wochen bei der Europameisterschaft in Zagreb und dann nochmal einige Wochen später in London sehr gute Chancen haben, um ganz weit vorne mitmischen zu können. 


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