Lade Daten...
15.06.2016

Ausblick: Deutsche Leichtathletikmeisterschaft in Kassel 2016

Bei den Deutschen Meisterschaften geht es in diesem Jahr um weit mehr als Gold, Silber und Bronze. Die Olympischen Spiele in Rio überstrahlen die Titelkämpfe 2016 in Kassel. Und in manchen Disziplinen ist der DM-Titel weit mehr als Gold wert. Denn wer die Olympia-Norm geknackt hat und am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel den Titel holt, der hat sein Ticket an die Copacabana bereits sicher.

Sachsen-Anhalt wird bei der DM in Kassel u.a. durch Martin Wierig ...
© Bildnachweis: HLF

Diskuswurf Männer

Es ist ein Aufeinandertreffen der Giganten. Fünf Diskuswerfer haben in diesem Sommer bereits mehr als 65 Meter weit geworfen – das ist die Schallmauer, die der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) als Mindestleistung zur Teilnahme an den Olympischen Spielen ausgerufen hat. Christoph Harting (SCC Berlin; 68,06 m), Martin Wierig (SC Magdeburg; 67,60 m), Daniel Jasinski (TV Wattenscheid; 67,16 m), Markus Münch (SC Potsdam; 66,78 m) und natürlich ein Robert Harting (SCC Berlin; 65,97 m) auf dem Weg zurück zu alter Stärke – sie alle melden Ansprüche auf den Titel „Herr des Rings“ und das sichere Olympia-Ticket an. Zur Einordnung: Acht DM-Titel in den vergangenen zehn Jahren gingen auf das Konto von Robert Harting.

Diskuswurf Frauen

Es ist zahlenmäßig die derzeit wohl leistungsstärkste Disziplin im Deutschen Leichtathletik-Verband. Sechs Frauen kämpfen um Rio – eine Zahl, die in dieser Dichte in der Vergangenheit des DLV wohl einmalig ist. An der Spitze: Julia Fischer. Die Berlinerin belegt mit ihren 68,49 Metern, die sie Mitte Mai in Halle warf, derzeit gar den dritten Platz der Weltbestenliste. Ein weiteres Indiz dafür, dass die deutschen Diskuswerferinnen auch in diesem Jahr Weltklasse sind. Die WM-Fünfte kommt als Titelverteidigerin nach Kassel. Doch auch ihre Konkurrenz um den ersten festen Olympia-Platz kennt das Gefühl, als Deutsche Meisterin ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Die WM-Dritte von 2015, Nadine Müller (SV Halle; 65,42 m), hat bei Deutschen Meisterschaften schon fünfmal die Goldmedaille geholt, die EM-Dritte Shanice Craft (MTG Mannheim; 64,62 m) war bislang 2014 Deutsche Meisterin. Neben den drei Genannten haben aber auch Anna Rüh (SC Magdeburg; 64,08 m), Claudine Vita (SC Neubrandenburg; 62,77 m) und Kristin Pudenz (SC Potsdam; 61,01 m) ihren Diskus bereits über die für Rio geforderten 61 Meter geworfen.

Spannende Wettkämpfe und packende Duelle sind also garantiert. Es ist der erste von drei Höhepunkten der besonderen Freiluft-Saison 2016. Von hier aus geht es zu den Europameisterschaften nach Amsterdam (Niederlande; 6. bis 10. Juli) und weiter zu den Olympischen Spielen nach Rio. Wie gut sich die besten deutschen Athleten für ihre Olympia-Träume in Form gebracht haben, zeigt sich schon im Kampf um die Meistertitel in Kassel.

Wann: 18./19. Juni (Samstag ab 10:00 Uhr/ Sonntag ab 12:30 Uhr)
Wo: Auestadion Kassel
Wer: Deutschlands beste Leichtathleten


www.leichtathletik.de/news/news/detail/in-diesen-disziplinen-ist-der-titel-mehr-als-gold-wert/


Gefördert von:
BMI
Sachsen-Anhalt
Magdeburg
Halle
Lotto