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22.02.2017

Leichtathletik: Kessing kandidiert für Nachfolge von DLV-Präsident Prokop

Clemens Prokop wird beim Verbandstag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) am 18./19. November in Darmstadt nicht mehr als Präsident kandidieren. Dies gab Prokop am vorigen Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig bekannt. Als Nachfolger wird sich Jürgen Kessing, Oberbürgermeister von Bietigheim-Bissingen, bewerben, der von einer Findungskommission des DLV-Verbandsrates für das höchste nationale Leichtathletik-Amt vorgeschlagen wurde. Das gab der DLV bekannt.

© Bildnachweis: DOSB

„Nach nahezu 25 Jahren Mitgliedschaft im Präsidium und einer fast 17jährigen Amtszeit als Präsident ist es für mich Zeit, mein Leben neben dem Beruf neu zu organisieren“, teilte Prokop in einem Schreiben an die Präsidenten der Landesverbände mit. „Ich übergebe einen Verband, der sich in der besten wirtschaftlichen Situation seiner Geschichte befindet, der im Leistungssport wieder Anschluss an die Weltspitze gefunden hat und dessen sportpolitisches Profil so geschärft ist, dass der DLV in herausgehobener Weise national und international wahrgenommen wird“.

Die Organisation der Leichtathletik-Europameisterschaften 2018 in Berlin werde Prokop weiter als Chef des Organisationskomitees und Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEM 2018 GmbH leiten, heißt es weiter. „Ich konzentriere mich darauf, dass die Europameisterschaften im eigenen Land zu einem Fest der Europäischen Idee und der europäischen Leichtathletik werden", erklärte Prokop.

Der 59-Jährige war vier Jahre als DLV-Rechtswart tätig sowie vier Jahre als Vizepräsident, ehe er 2001 in Wunsiedel zum DLV-Präsidenten gewählt wurde. „In der Disziplin „Mitgliedschaft im DLV-Präsidium“ ist mir wohl etwas gelungen, was mir als Weitspringer verwehrt blieb, nämlich einen Deutschen Rekord aufzustellen“, sagte Prokop.

Prokop, der über die Rechtsprobleme der Dopingbekämpfung promovierte, genieße national und international ein hohes Ansehen als konsequenter Kämpfer gegen Doping im Sport, heißt es in der DLV-Mitteilung weiter.. National sei er maßgeblich an der Einführung des Anti-Doping-Gesetzes in Deutschland beteiligt gewesen, international habe er sich auf diesem Gebiet als Mitglied der Anti-Doping- und der Rechtskommission des Weltverbandes IAAF sowie als Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des Europäischen Leichtathletikverbandes (EAA) engagierte. Ferner war Prokop Vizepräsident des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland, Council-Mitglied der EAA sowie OK-Chef der WM 2009 in Berlin.

Für seine Verdienste wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Verdienstorden des Landes Berlin ausgezeichnet. Lediglich Max Danz habe als Präsident in der 118-jährigen Geschichte des DLV eine längere Amtszeit als Prokop gehabt.


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