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27.08.2017

Durchwachsene Bilanz der Parakanuten bei den Weltmeisterschaften

Parakanu-Bundestrainer sieht Ausbeute der Parakanuten als "ernüchternd".

Ein Podestplatz und vier Endlauf-Teilnahmen, das ist das Fazit der vier deutschen Parakanuten bei den Weltmeisterschaften in Racice. Der überraschende zweite Platz von Anja Adler, Hallescher KC 54, im Va´a der Startklasse Vl 3 blieb der einzige Podestplatz. Der Cheftrainer der Parakanuten, Arne Bandholz, sieht vor allem die Ausbeute des letzten Finaltags mit den Plätzen Vier für Ivo Kilian, Fünf für Edina Müller und Acht für Tom Kierey als „ernüchternd“. Er führt weiter aus: „ Die Ergebnisse spiegeln leider den Jahresverlauf in den Vorbereitungen wieder. Alle drei Athleten hatten im Vorfeld mit Verletzungen und langwierigen Krankheiten zu kämpfen, oder mussten sich um ihre berufliche Zukunft intensiv kümmern. So konnten die Grundlagen nicht entsprechend aufgebaut werden.“

Tom Kierey vom KC Borussia Berlin sieht das Ergebnis hier zwiegespalten. „Ich konnte den Abstand zur Weltspitze wieder verringern. Der war zu Beginn der Saison doch recht groß. Mit einer guten Vorbereitung werde ich im nächsten Jahr wieder mit vorne dabei sein. Die mehrwöchigen Praktikas zu Beginn des Jahres ließen sich nicht mehr kompensieren.“ Sagt der 22-jährige.

Bisher hatte Edina Müller vom Hamburger KC bei internationalen Wettkämpfen immer auf dem Podest gestanden. Zu ihrem fünften Platz hier bei der WM sagt sie: „Der Start war wirklich geglückt. Daran hatten wir das ganze Jahr gearbeitet. Am Ende haben die fehlenden Grundlagen wegen einer langwierigen Erkrankung Anfang des Jahres den Ausschlag gegeben, dass es nur Platz Fünf wurde.“
Ivo Kilian, Hallescher KC 54, wurde in einem Wimpernschlag-Finale auf der Ziellinie noch vom Spanier Reja vom Podest verdrängt. Entsprechend fiel am Ende auch seine Enttäuschung über Platz Vier groß aus. Hatte er sich doch im Va´a einiges mehr ausgerechnet als im Kajak, wo er Siebter geworden war.

Anja Adler, die bereits am Mittwoch den zweiten Platz im Va´a belegt hatte, hat die weiteren Tage mit dem Team gefiebert. Das Fazit ihrer ersten Teilnahme an einer Parakanu-Weltmeisterschaft lautet: „Sein Optimum so zeigen und abrufen zu können, ist ziemlich cool.“ (Quelle: DKV-Homepage)


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